Kühlung frisst Energie und noch mehr Energie, aber es gibt Abhilfe

Effiziente Klimatechnik für den Mittelstand

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Noch mehr Treiber für den Energieverbrauch

Gleichzeitig verlangt die notwendige niedrige Temperatur mehr Strom. Darüber hinaus aber sorgt sie dafür, dass sich an den Klimageräten Wasser niederschlägt. Prompt verbrauchen Komfortklimageräte in einem Server-Raum 40 bis 50 Prozent ihrer Energie für die Luftentfeuchtung. Alles in allem ist die Energiebilanz solcher Systeme verheerend.

Nach einer Berechnung der Hamburger Stulz GmbH, Europas größtem Hersteller von RZ-Klimasystemen, werden selbst in Rechenzentren mit Doppelboden bis zu 54 Prozent des Energie-Aufwands in die Klimatisierung gepumpt. Die IT verbraucht nur 38 Prozent des Stroms.

Die unterbrechungsfreie Stromversorgung frisst etwa sechs Prozent, und Licht hat einen Anteil von zwei Prozent. Bei Mittelständlern dürften Kühlung und Entfeuchtung der Server-Räume wegen der ungünstigeren räumlichen Bedingungen einen noch höheren Kostenanteil haben.

Eigentlich überhitzen Server kaum noch

Die Server-Leistung ist heute auch in den Kleinrechenzentren deutlich höher als früher. Trotzdem sterben nicht mehr Rechner an Überhitzung. „Wir haben meistens noch die gleiche Abwärmelast wie vor zehn Jahren“, schätzt Frank Jensen, Experte für RZ-Effizienz bei Fujitsu.

Das ist drei Faktoren zu verdanken: Die Hersteller haben die Bauweise ihrer Server so optimiert, dass die zugeführte Luft genau die heißen Bauteile bestreift. Multi-Core-CPUs sind per se wesentlich Energie-effizienter, wenn sie ausgelastet werden. Und genau dafür sorgt die weithin übliche Virtualisierung. Jensen: „Virtualisierung macht sich in der Energiebilanz deutlich bemerkbar.“

Trotzdem könne man nicht so weitermachen wie bisher, so Jensen: „Das ist einfach Energieverschwendung, das sind erhebliche Kosten.“ Eine Lösung liegt nahe: Frischluft von draußen.

weiter mit: Frischluft für Server

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