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Frischluft für Server
Moderne Server dürfen nach den Empfehlungen 2011 der American Society of Heating and Air-Conditioning Engineers (ASHRAE) bei einer Temperatur von 18 bis 27 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 20 bis 80 Prozent betrieben werden. Das reicht locker für die meisten Tage in hiesigen Breitengraden. So misst Hamburg an mehr als 8200 Stunden im Jahr, das sind 95 Prozent, eine Höchsttemperatur von weniger als 18 Grad.
An den meisten Tagen einfach nur frische Luft in die Server-Räume blasen, dort clever verteilen und die warme Luft nach außen transportieren. Der berühmte PUE-Wert für die Power Usage Effectiveness könnte sehr niedrig ausfallen. Er ist der Quotient aus dem Gesamtenergieverbrauch eines Rechenzentrums und dem Energieverbrauch der Server. Als gut gilt alles, was unter 1,5 liegt.
Von solchen Werten sind die im Mittelstand gängigen Raumklimageräte meilenweit entfernt. Denn sie nutzen in der Regel nicht die Außentemperatur aus.
Direkte und indirekte freie Kühlung
Genau das aber sollte in hiesigen Breitengraden gemacht werden. Es gibt dafür zwei Konzepte: die direkte, also unmittelbare Verwendung der Außenluft und die indirekte freie Kühlung, bei der außerhalb der Gebäude angebrachte Wärmetauscher zwischengeschaltet werden.
„Direkte freie Kühlung (siehe: Abildung 2) hat leider einige Nachteile“, kommentiert Stulz-Manager Jäger. Als da wären: Große Kanalquerschnitte durch Wände nach außen können ein Sicherheitsrisiko sein.
Es braucht erhöhten Filteraufwand, etwa gegen Schmitz, Staub, Pollen und Blätter, von außen. Es fällt schwer, konstante Feuchtigkeitswerte zu halten. Jäger: „Ob direkte oder indirekte freie Kühlung hängt von den spezifischen Anforderungen der Anwender ab.“
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