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ABB und Rittal statten DFS aus Die Deutsche Flugsicherung bekommt ein neues Rechenzentrum

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Ausmaße sind beachtlich: 63 Meter lang, 49 Meter breit, 22 Meter hoch wird das neue Gebäude der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen. Auf einer Grundfläche von etwa 3.000 Quadratmetern errichtet die DFS ein Gebäude mit Testräumen, Büros und einem 900 Quadratmeter großen Rechenzentrum.

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Die Mitarbeiter der DFS koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum – im Jahr rund drei Millionen – wie hier am Flughafen Frankfurt/Main.
Die Mitarbeiter der DFS koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum – im Jahr rund drei Millionen – wie hier am Flughafen Frankfurt/Main.
(Bild: DFS Deutsche Flugsicherung)

ABB liefert für ein neues Rechenzentrum der DFS in Langen die Nieder- und Mittelspannungsverteilung. Der Auftrag hat einen Wert von rund 1,8 Millionen Euro.

Zudem werden mehr als 930 Server-Racks an drei Standorten der DFS zum Einsatz kommen. Bei der Ausstattung setzt die DFS auf Racks von Rittal: „TS IT“.

Die DFS

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 6.000 Mitarbeitern und den Geschäftsbereichen Center, Tower, Aeronautical Solutions und Aeronautical Information Management.

Die wichtigste Aufgabe: Das Unternehmen sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Deutschland ist das verkehrsreichste Land in Europa. Die DFS-Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr rund 3 Millionen.

Die DFS betreibt Kontrollzentralen nicht nur in in Langen, sonderen auch Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die Company erbringt zudem weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot.

930 Racks

Um auch in Zukunft Sicherheit im Flugverkehr zu garantieren, plant die DFS über die nächsten Jahre eine umfangreiche Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur. Dazu gehört in Langen das neue Technikzentrum, in welchem Testsysteme für die zukünftigen operativen Flugsicherungssysteme betrieben werden. Auch am Standort München entsteht derzeit ein neuer Anbau, der in einem 1.800 Quadratmeter großen Betriebsraum zirka 100 Fluglotsen Arbeitsplätze bietet.

Welche Dimension die neue IT-Infrastruktur annimmt, lässt sich an den Bestellungen etwa bei Rittal ablesen – geordert sind insgesamt 930 Server-Racks. Davon sollen rund 350 auf rund 900 Quadratmetern im Endausbau des Langener Zentrums stehen.

In weiteren Räumen sind knapp 400 Server-Racks vorgesehen, die mit Netz- und Server-Technologie ausgestattet werden. Denn am Standort Bremen werden die IT-Racks von Rittal ebenfalls zum Einsatz kommen.

Modulare Schränke

Viele IT-Aufgaben für TS-IT, ein Rack, das alle Anforderungen der Netzwerk- und Servertechnik erfüllen soll.
Viele IT-Aufgaben für TS-IT, ein Rack, das alle Anforderungen der Netzwerk- und Servertechnik erfüllen soll.
(Bild: Rittal GmbH & Co. KG)
Jörg Schnatz, Abteilungsleiter Technische Gebäudeausrüstung, verweist auf gute Erfahrungen mit Rittal-Racks: „Wir haben bereits in der Vergangenheit unsere Infrastrukturprojekte an den DFS Standorten erfolgreich mit Lösungen von Rittal umgesetzt“, sagt er.

TS-IT ist ein Baukastensystem aus Rack- und Zubehörprogramm. Die standardisierte Grundausstattung umfasst eine flexible 19“-Montage-Ebene, geteilte Seitenwände mit Schnellverschluss und eingepasster Kabeleinführung mit Bürstenleisten. Für den Anwender entfällt weitgehend die komplizierte Auswahl von Einbauten.

Außerdem lassen sich Zubehörkomponenten wie Geräteböden und Gleitschienen werkzeuglos durch eine einzige Person innerhalb weniger Minuten montieren. Der Abstand der Montage-Ebenen kann manuell arretiert werden, auch die Maße 21“, 23“ und 24“ sind realisierbar. Genauso einfach, auch im laufenden Betrieb, lässt sich das Server-Rack um eine RFID-Leiste erweitern, die zur automatisierten Inventarisierung aller verbauten Komponenten wie Server und Switches dient.

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