Der Virtual Machine Manager 2008 von Microsoft in der Praxis

Der Virtual Machine Manager sucht Anschluss an den ESX-Server von VMware

02.07.2008 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Der Virtual Machine Manager 2008 verwaltet auch VMware-ESX-Server
Der Virtual Machine Manager 2008 verwaltet auch VMware-ESX-Server

Der Virtual Machine Manager Version 2008 löst die erst im letzten Herbst vorgestellte Version 2007 ab. Die rasche Erneuerung nach weniger als einem Jahr zeigt das Innovationstempo im Virtualisierungsmarkt. Ein Praxistest.

Im Herbst 2007 untermauerte Microsoft seine Virtualisierungsstrategie mit einem Bündel an Produkten und Ankündigungen. Neu eingeführt wurde der Virtual Machine Manager 2007. Er dient bis heute zur Verwaltung von virtuellen Systemen auf der Grundlage des Virtual Server 2005 und in Zukunft auch jenen des Hyper-V. Ferner wird in den kommenden Monaten der Hyper-V, ein mit dem Windows Server 2008 kooperierender Hypervisor, ausgeliefert. Und schließlich bringt Microsoft in den kommenden Wochen die neue Version des Virtual Machine Managers. Dieser stellt die Verwaltungskonsole für virtualisierte Rechnersysteme dar. Daneben ist der Virtual Machine Manager 2008 aber auch in der Lage, virtuelle Systeme des Wettbewerbers VMware zu verwalten.

Die Anforderungen an die Verwaltung

Der Virtual Machine Manager 2008 kann nicht nur virtuelle Microsoft-Umgebung managen, sondern auch aber den ESX-Server des schärftsern Konkurrenten Vmware. Der VMM 2008 vereinigt die Verwaltung des physischen Host, des Virtual Server 2008, des Hyper-V und des ESX-Server. Das Setup und die Inbetriebnahme des VMM gestalten sich relativ einfach. Eine konzeptionelle Planung und die restliche Infrastruktur vorausgesetzt, ist der VMM relativ schnell betriebsbereit. Die Grundlage muss aber ein Windows Server 2008 sein. Dieser kann als separates System ausgeführt sein oder seinerseits in einer virtuellen Maschine laufen. Somit ist es auch möglich, den VMM in einer virtuellen Maschine des Hyper-V auszuführen, den der VMM im Gastsystem dann seinerseits verwalten. Die eigentliche Zielumgebung wird aber ein separater Verwaltungsserver sein. Insbesondere wenn man davon ausgeht, dass der VMM auch mehrere Hosts mit Windows Server 2008 und auch ESX-Server verwalten kann.

Die Verwaltungskonsole und Assistenten

Die Verwaltungskonsole des VMM orientiert sich an der Microsoft Management Console 3.0. Sie hat eine mehrfach geteilte Managementoberfläche mit den zentralen Verwaltungsobjekten links und in der Mitte. Am rechten Rand sind Hinweise und passende Aktionen, samt Hilfen eingeblendet. Die Verwaltungsobjekte des VMM setzen sich aus Host-Gruppen, Hosts, Virtuelle Maschinen, Libraries und Jobs zusammen.

Die physischen Geräte werden als Hosts bezeichnet. Sie lassen sich der einfacheren Verwaltung wegen in Host-Gruppen bündeln. Auf den Hosts oder einer Host-Gruppe kommen dann die virtuellen Maschinen zur Ausführung. Filter für die Anzeige erleichtern die Selektion der gewünschten Objekte.

Ein Überblicksbildschirm, das Dashboard, bietet eine schnelle graphische Darstellung zum Status der bestehenden Hosts, der virtuellen Maschinen, den letzten ausgeführten Veränderungen (den Jobs) und der Bibliothek.

Bestehende virtuelle Maschinen des Virtual Server 2005 können in den VMM 2008 und Hyper-V übernommen werden. Die Konsole liefert auch dazu die Assistenten. Die Eigenschaften (Properies) der virtuellen Maschinen zeigt der VMM durch das Kontextmenü an. Im unteren Bereich der Verwaltungskonsole wird die jeweils gerade selektierte VM als verkleinertes Vorschaubild (Thumbnail) eingeblendet. Über das Menü sind auch andere Darstellungen wie etwa ein Vollbildschirm erreichbar.

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