Suchen

Frischluft-Kühlung erlaubt hohe Temperaturen und Verzicht auf Klimaanlagen Dell bringt frische Luft ins Rechenzentrum

| Redakteur: Ulrike Ostler

Dell stellt mit „Fresh Air Solution“ eine integrierte Lösung aus Hardwarekomponenten und Kühltechnik für Rechenzentren vor, die für einen Einsatz bei höheren Temperaturen ohne Klimaanlage ausgelegt ist. Zum Teil sind die Hardware-Komponenten von der ASHRAE (American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers) zertifiziert und lassen Temperaturen sowie Luftfeuchtigkeit zu.

Firmen zum Thema

Höhere Temperaturen und Frischluftkühlung in den Rechenzentren gehören zum Dell-Konzept Fresh Air Solution; Bilder: Sebastian von Thadden/Pixelio, allmystery.de
Höhere Temperaturen und Frischluftkühlung in den Rechenzentren gehören zum Dell-Konzept Fresh Air Solution; Bilder: Sebastian von Thadden/Pixelio, allmystery.de
( Archiv: Vogel Business Media )

Die zertifizierten Server-, Netzwerk- und Storage-Systeme lassen sich mit Frischluft kühlen und sind in der Lage, kurzfristig Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius zu überstehen – bislang lag das Maximum bei 35 Grad Celsius. Das ist die höchste Temperatur, die für konventionelle Server in der Industrie ohne Betriebsausfälle garantiert werden kann.

Die „ASHRAE A3“- und „ASHRAE A4“-Zertifizierung erlauben den Betrieb bei Temperaturen innerhalb von -5 bis 45 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 5 bis 90 Prozent. In Tests hielten die Produkte bis zu 900 Stunden im Jahr eine Temperatur von 40 Grad Celsius und bis zu 90 Stunden jährlich eine Temperatur von 45 Grad Celsius aus.

Durch diese thermischen Vorteile können Unternehmen Rechenzentren deutlich wärmer betreiben, was Wartungs- und Infrastrukturkosten reduziert sowie den Energieverbrauch senkt. Darüber hinaus ist das Risiko eines IT-Ausfalls im Falle eines Kühlungsproblems geringer.

Höhere Temperaturen für geringere Betriebskosten

In Rechenzentren besteht zunehmend der Bedarf, die Betriebskosten zu optimieren. Dazu gehören auch Kosteneinsparungen, die durch eine höhere Betriebstemperatur erreicht werden können. Der „European Union Code of Conduct for Data Centres“ der EU versucht IT-Hersteller dazu zu ermuntern, Temperatur-Limits in Rechenzentren zu erhöhen und die Kühlungsmechanismen zu optimieren. Große Unternehmen wie Google, Facebook und Yahoo demonstrieren bereits jetzt, dass frischluftgekühlte Rechenzentren ohne den Einsatz von Klimaanlagen realisierbar sind.

Die Fresh Air Solution von Dell, mit der Möglichkeit zur Frischluft-Kühlung soll in diesem Sinne Kunden eine größere Flexibilität bei der Arbeitstemperatur in Rechenzentren bieten. In manchen Gegenden kann sogar der Einsatz eines Kühlaggregats für das Rechenzentrum komplett wegfallen. Dadurch könnten Betriebskosteneinsparungen von rund 70.000 Euro pro Megawatt IT-Technik erzielt und Investitionen von über zwei Millionen Euro pro Megawatt vermieden werden.

Jason Waxman, General Manager High Density Computing beim Dell-Partner Intel, sagt dazu: „Durch die steigenden Energiepreise und den CO2-Ausstoß ist die Priorität vieler Rechenzentren weltweit die Reduzierung der Kühlung. Dells Fresh Air Solution mit Frischluftkühlung kombiniert mit Servern auf Xeon-Prozessor-Basis, die auf höhere Temperaturen ausgelegt sind, werden einen Durchbruch in der Effizienz von Rechenzentren bringen.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 2052552)