Digiplex und Fortum exportieren Stockholmer Modell

Datacenter-Abwärme heizt bald Wohnungen in Oslo

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Für die Nutzung der Datacenter-Abwärme in großem Stil braucht es ein Fernwärmenetz.
Für die Nutzung der Datacenter-Abwärme in großem Stil braucht es ein Fernwärmenetz. (Bild: gemeinfrai - Wilhei/Pixabay / CC0)

Der norwegische Rechenzentrumsbetreiber Digiplex will die Wärme-Energie von seinem Campus in Ulven, Oslo, zum Beheizung von Wohnimmobilien nutzen.

Digiplex betreibt Rechenzentren, die zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom betrieben werden, an Standorten in Schweden, Norwegen und Dänemark. Die Rückgewinnung von Abwärme kann die Effizienz des Rechenzentrums erheblich verbessern und trägt außerdem dazu bei, weniger wertvolle Energie an Atmosphäre,zu verschwenden.

In Stockholm nutzt der Datacenter-Betreiber bereits die Abwärme - in Zusammenarbeit mit Stockholm Exergi (früher: Fortum Värme), einem Joint Venture zwischen Fortum und der Stadt Stockholm. Nun wird Digiplex dieses Modell in Oslo nachbilden - Fortum Oslo Varme errichtet auf dem Campus eine Energie-Erzeugungsanlage mit allen dazugehörigen Wärmepumpen und Rohrleitungen. Das dortige Fernwärmenetz umfasst etwa 60 Meilen. Das Unternehmen wird Digiplex auch mit kaltem Wasser für seinen Kühlbedarf versorgen.

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