Unit4 Business Maturity Index Ausgereifte Strategien binden qualifizierte Fachkräfte

Von Martin Hensel

Unternehmen benötigen dringend einen ausgewogenen strategischen Ansatz in Bezug auf Gewinn, Produktivität und Personal, um qualifizierte Fachkräfte zu halten. Zu diesem Ergebnis kommt der Business Maturity Index von Unit4.

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Die Arbeitsplatzkultur wird von vielen Unternehmen noch nicht als verbesserungswürdig betrachtet.
Die Arbeitsplatzkultur wird von vielen Unternehmen noch nicht als verbesserungswürdig betrachtet.
(Bild: Coffee Bean / Pixabay )

Der Spezialist für Cloud-basierte Unternehmensanwendungen Unit4 hat die Ergebnisse seines Business Maturity Index veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine global durchgeführte Umfrage, die von Vanson Bourne unter 3.350 Entscheidungsträgern und Mitarbeitern mittelständischer Unternehmen durchgeführt wurde.

Im Fokus standen Gewinn- und Produktivitätsstrategien, um in wirtschaftlich unsicheren Zeiten erfolgreich zu bleiben. Das Business Maturity Model ermittelt dabei den Reifegrad der Unternehmen unter Berücksichtigung der allgemeinen Geschäftslage, der Fähigkeit zur Verwaltung von Finanzprozessen sowie den Personal- und Mitarbeiterstrategien.

Ausgewogene Prioritäten sind gefragt

Sowohl Bericht als auch Maturity Model sollten laut Unit4 eine Warnung für Unternehmen darstellen, die keine ausgewogenen Prioritäten in Bezug auf Mitarbeiter, Produktivität und Gewinn verfolgen. So haben 71 Prozent der als „zögerlich“ kategorisierten Firmen im vergangenen Jahr Mitarbeiter an Konkurrenten verloren. Bei als „Optimierer“ eingeordneten Unternehmen lag dieser Wert nur bei 30 Prozent. Zudem hat die Arbeitsplatzkultur bei 87 Prozent der „Optimierer“ oberste Priorität, während es bei den „Zögernden“ nur 4 Prozent sind. Die Fraktion der „Optimierer“ hat zudem die digitale Transformation (45 Prozent), KI und maschinelles Lernen (51 Prozent) sowie Echtzeit-Reportings (56 Prozent) als wichtige Themen erkannt und entsprechende Maßnahmen umgesetzt.

Der Report deckt außerdem erhebliche Diskrepanzen zwischen den Einschätzungen von Mitarbeitern und Entscheidungsträgern auf. So sind vor allem Entscheider der Ansicht, dass es ihrem Unternehmen gut gehe und wenig Raum für Verbesserungen vorhanden sei. Eine gute Performance ihrer Firma bejaht dagegen nur rund die Hälfte der befragten Mitarbeiter. Als Probleme werden vor allem der fehlende Zugang zu wichtigen Informationen (62 Prozent), zu langsame und umständliche alltägliche Finanzprozesse sowie das Fehlen schneller Anpassungsmöglichkeiten zur Reaktion auf externe Faktoren (55 Prozent) genannt. In der Gruppe der „zögernden“ Unternehmen sind zudem veraltete Prozesse und Systeme (49 Prozent) und menschliche Fehler (43 Prozent) wesentliche Hindernisse.

Fachkräfte-Krise mahnt zum Handeln

In den vergangenen Jahren haben sich die Unternehmen vorrangig auf ihr eigenes Überleben konzentriert. Nun gilt es aber, qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft einzustellen und zu binden. Der Unit4-Report zeigt aber, dass dieses Thema eher stiefmütterlich behandelt wird. Zum Beispiel arbeiten nur 17 Prozent der Unternehmen an einer Strategie für hybride Arbeitsmodelle oder Home Office.

„Das Business Maturity Model zeigt deutlich, dass Unternehmen agiler und anpassungsfähiger werden müssen, wenn sie in Zeiten des Fachkräftemangels erfolgreich sein möchten“, erklärt Jochen Wießler, Regional President DACH & Eastern Europe von Unit4. Dies bedeute ebenfalls, Risikobereitschaft zu zeigen und Innovationen zu fördern. Technologie sei im kulturellen und organisatorischen Wandel erfolgsentscheidend und erfordere die Implementierung spezifischer Strategien. „Denn unsere Studie zeigt eindeutig: Wer es richtig macht, kann qualifizierte Fachkräfte für sich gewinnen und halten, die Arbeitsplatzkultur verbessern und das Vertrauen in die Unternehmensleitung stärken“, so Wießler.

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