Inferenzkosten überholen Training Ausgaben für KI-IaaS steigen 2026 auf 42 Milliarden, so Gartner

Quelle: Pressemitteilung Gartner 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Gartner erwartet für 2026 weltweit 42,3 Milliarden US-Dollar an Ausgaben für KI-Infrastruktur-Dienste. Erstmals soll dabei mehr Geld in Inferenz als in Modell-Training fließen. Die Prognose erfasst jedoch nur Cloud-Infrastruktur.

Laut Gartner werden Unternehmen 2026 bei KI-IaaS erstmals mehr Geld für Inferenz als für Training ausgeben. (Bild:  Daniel Schrader / GPT Image 2 / KI-generiert)
Laut Gartner werden Unternehmen 2026 bei KI-IaaS erstmals mehr Geld für Inferenz als für Training ausgeben.
(Bild: Daniel Schrader / GPT Image 2 / KI-generiert)

Unternehmen und Behörden weltweit sollen 2026 rund 42,3 Milliarden US-Dollar für die Bereitstellung von Infrastruktur für KI-Workloads als Cloud-Dienstleistung (Infrastructure as a Service, IaaS) ausgeben, so die Marktforscher von Gartner. Das entspräche gegenüber 2025 einem Plus von 96,4 Prozent; für 2027 rechnet Gartner mit 66,1 Milliarden Dollar.

Jenseits von KI-Hardware-Diensten wachse hingegen der gesamte IaaS-Markt deutlich langsamer mit einem Plus von 29,3 Prozent im Jahr 2026 und einem weiterhin hohen Gesamtvolumen von 287,3 Milliarden Dollar. Der Anteil KI-fokussierter IaaS am gesamten IaaS-Markt wird Gartner zufolge 2026 bei knapp 15 Prozent liegen, nach rund zehn Prozent 2025. Für 2027 ergäbe sich ein Anteil von gut 18 Prozent.

Gartner veröffentlicht die Zahlen aus dem ansonsten nur Kunden zugänglichen Bericht „Forecast Analysis: AI-optimized IaaS, Worldwide, 2026“. IaaS umfasst Rechenleistung, Speicher und Netzanbindung, die Cloud-Anbieter für Kunden bereitstellen; damit ist die von Unternehmen direkt gekaufte und betriebene KI-Hardware nicht Teil der Prognose.

Inferenz wird zum Hauptposten

Auf Inferenz, die laufende Ausführung eines trainierten Modells, sollen 2026 rund 23,3 Milliarden Dollar entfallen, auf das Training von KI-Modellen 19 Milliarden Dollar. Damit überholen Inferenzausgaben mit 55 Prozent erstmals das ins Training fließende Geld. Für 2027 prognostiziert Gartner einen Inferenz-Anteil von 59 Prozent.

Gartner führt die Verschiebung auf den Übergang von der Modellentwicklung in den produktiven Betrieb zurück. Feinjustierte, spezialisierte Modelle würden zunehmend in Kunden- und Betriebsprozesse eingebunden und benötigen dafür kontinuierlich Rechenkapazität bei niedrigen Latenzen. Der Einsatz agentischer KI verstärke die Ressourcennutzung bei Inferenz weiter.

(ID:50927307)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung