Suchen

Was mit der Abwärme passiert, ist Anwendersache Asetek und Intel kühlen gemeinsam

| Autor / Redakteur: Dietmar Müller / Ludger Schmitz

Asetek arbeitet ab sofort mit Intel zusammen, um Rechenzentren und Server mit Wasser zu kühlen. Demnächst soll die Vorstellung eines ersten gemeinsamen Produktes folgen.

Firma zum Thema

Die Asetek-Produktreihe ServerLSL basiert auf direkter Wasserkühlung der Prozessoren.
Die Asetek-Produktreihe ServerLSL basiert auf direkter Wasserkühlung der Prozessoren.
(Bild: Asetek)

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die ServerLSL- und RackCDU D2C-Technologien von Asetek, sie sollen künftig für die direkte liquide Kühlung von Intel-Modulen mit Xeon-Prozessoren sorgen. „Asetek Liquid Cooling-Lösungen sind dafür konzipiert, High-powered-CPUs in einer energieeffizienten und kostengünstigen Art und Weise zu unterstützen“, so Andre Eriksen, CEO und Gründer von Asetek.

Bei Asetek ServerLSL sitzt die Kühlung direkt auf Prozessoren, der Wärmetauscher befindet sich im Servergehäuse. Hingegen ist die Asetek RackCDU-Technik (Rack Cooling Distribution Unit) ist eine Kompaktwasserkühlung, deren Kühlblock und redundant ausgelegte Pumpe oben im vollisolierten Rack untergebracht ist, während der Wärmetauscher in der Regel außerhalb des Gebäudes platziert ist. Das erwärmte Wasser ließe sich auch im Zuge der Wärmerückgewinnung beispielsweise zum Beheizen von Gebäuden nutzen.

RZs verbrauchen so viel Strom wie ganz Hamburg

An dieser Stelle sind dann die Anwenderorganisation gefordert, die Wärme aus dem Rechenzentrum nicht zu vergeuden, wie auf DataCenter-Insider der Energieexperte Staffan Revemann angemerkt hat. Rechenzentren wandeln Energie für den Betrieb in der Regel in Wärme um, die wiederum fast zu 100 Prozent in die Atmosphäre verklappt wird. Konzepte zur Wärmerückgewinnung versprechen dies zu ändern.

Laut dem Berliner Borderstep-Institut betrug der Stromverbrauch in deutschen Rechenzentren 2016 ungefähr 12,4 Terawattstunden (TWh) - mit steigender Tendenz. Das entspricht ungefähr dem gesamten Stromverbrauch der Stadt Hamburg, der im Jahr 2016 bei 12,3 TWh lag. Ein weiterer interessanter Bezugspunkt ist der Stolz der Energiebranche, die Offshore-Windenergie-Erzeugung: Im Jahr 2016 erbrachten diese ungefähr 1.000 Windkraftanlangen in der Nord- und Ostsee 12,4 TWh Strom.

* Dietmar Müller ist freiberuflicher Journalist in Abensberg.

(ID:45224115)