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2 Trillionen mathematische Berechnungen pro Sekunde AMD und HPE erlauben den Bau von Exaflops-Comuter El Capitan

| Redakteur: Ulrike Ostler

Hewlett Packard Enterprise (HPE) stattet das U.S. Department of Energy (DOE) mit dem bisher leistungsstärksten Supercomputer der Welt aus. „El Capitan“ erreicht zwei Exaflops und wird damit zehn Mal schneller als der momentan schnellste Supercomputer weltweit sein und schneller als die heute 200 schnellsten Supercomputer zusammengenommen.

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So soll der Super-Supercomputer des Lawrence Livermore National Laboratory aussehen, wenn er 2023 in Betrieb geht.
So soll der Super-Supercomputer des Lawrence Livermore National Laboratory aussehen, wenn er 2023 in Betrieb geht.
(Bild: AMD/HPE )

Betrieben wird der Höchstleistungsrechner vom Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in Kalifornien, USA. Der Supercomputer wird zukünftig das LLNL und zwei weitere US-amerikanische Forschungseinrichtungen der National Nuclear Security Administration (NNSA) bei komplexen 3D-Simulationen unterstützen. So gehet es zum einen darum, die Sicherheit und Zuverlässigkeit des nationalen Atomlagers zu gewährleisten zum anderen etwa darum, die AMD-basierten Knotenpunkte durch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zu optimieren.

Das Bild zeigt ein „Shasta“-Blade von HPE Cray.
Das Bild zeigt ein „Shasta“-Blade von HPE Cray.
(Bild: HPE )

El Capitan wird als erster Supercomputer die 2-Exaflops-Grenze erreichen und damit die ersten Schätzungen seiner Leistungsfähigkeit um 30 Prozent überschreiten. Pro Sekunde wird er 2.000.000.000.000.000.000, sprich: zwei Trillionen mathematische Berechnungen durchführen können. Zum Vergleich: Wofür El Capitan gerade mal eine Sekunde braucht, würden alle Menschen der Welt acht Jahre lang beschäftigt sein – vorausgesetzt, jeder von ihnen würde eine Rechnung pro Sekunde lösen.

Technisch basiert El Capitan auf dem „Shasta“-System und dem „Slingshot“-Netzwerk von HPE Cray. Zudem greift er auf eine Kombination aus „Epyc“-Prozessoren und „Radeon-Instinct“-Grafikprozessoren von AMD zurück. Um genauer zu sein: Das System verfügt über AMD Epyc-Prozessoren der nächsten Generation mit dem Codenamen „Genua“ und dem „Zen 4“-Prozessorkern.

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Die AMD-GPUs basieren nach Herstellerangaben auf einer neuen rechenoptimierten Architektur. Darüber hinaus besitzt er die „AMD Infinity“-Architektur der dritten Generation und die heterogene Open-Source-Software „AMD ROCm“. El Capitan wird das zweite Exascale-System in den USA sein, das mit AMD-CPUs und -GPUs betrieben wird.

Mit einer voraussichtlichen Lieferung Anfang 2023 wird das El Capitan System der Auslieferung des AMD betriebenen „Frontier Exascale Supercomputer“ im Jahr 2021 folgen. Letzterer wurde im Mai 2019 mit 1,5 Exaflops erwarteter Leistung angekündigt.

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