Edge-Datacenter und Rechenzentrumsmodule im Blick

ABB und Rittal bauen Partnerschaft aus

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Co-Location-Bereiche in der Lefdal Mine sind fertig zum Bezug. bei der Infrastruktur der dortigen Datacenter-Container haben ABB und Rittal schon zusammengearbeitet.
Die Co-Location-Bereiche in der Lefdal Mine sind fertig zum Bezug. bei der Infrastruktur der dortigen Datacenter-Container haben ABB und Rittal schon zusammengearbeitet. (Bild: Rittal)

Für die anlagen- und maschinennahe Realisierung von IT-Systemen werden ABB und Rittal zukünftig gemeinsam Rechenzentrums-Equipment und Services gemeinsam anbieten.

ABB und Rittal weiten ihre strategischen Zusammenarbeit global aus. Bereits zusammengearbeitet haben die Unternehmen im Bereich Unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV). Gemeinsame IT-Referenzprojekte umfassen kritische Infrastrukturen, beispielsweise die Realisierung eines neuen Rechenzentrums für einen europäischen Flughafen.

Auch bei der Bestückung der Lefdal Mine mit Datacenter-Container arbeiten ABB und Rittal nach eigenen Angaben Hand in Hand. Das in einem stillgelegten Olivin-Bergwerk in Norwegen entstehende Co-Location-Rechenzentrum ist eines der effizientesten, umweltfreundlichsten und sichersten. In der ersten Expansionsphase bietet es IT-Kapazität von über 200 Megawatt.

Nun zielt der Ausbau gemeinsamer ABB-Rittal-Aktivitäten insgesamt auf die Infrastruktur von Rechenzentren. Insbesondere in Regionen wie Nord- und Südamerika, Asien und Europa sollen die Module, die Sicherheitstechnik und hohe Verfügbarkeit versprechen, zum Einsatz kommen.

Lara Cortinovis, Global Product Group Manager Power Protection bei ABB, erläutert die Zusammenarbeit: „Bei USV-Systemen und Stromversorgungslösungen ist ABB schon lange ein zuverlässiger Partner für Rittal. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ließ uns den Ausbau der bestehenden Partnerschaft und die Ausweitung auf internationaler Ebene vereinbaren, mit dem Ziel Wachstumschancen zu realisieren. ABB agiert dabei nicht nur als Lieferant von Komponenten und Systemen, sondern wird vor Ort eingebunden, um sowohl den Vertrieb als auch das Service-Angebot in den lokalen Märkten zu stärken.“

Durch diese strategische Partnerschaft soll nach Auskunft der Partner ein umfassendes Portfolio an Technik und Services entstehen: USV-Systeme, Edge-Rechenzentren mit und ohne integriertem Brandschutz, skalierbare sowie modulare und Container-Datacenter. Dafür unterstützen sowohl ABB als auch Rittal mit ihren weltweiten Netzwerken aus Spezialisten im Vertrieb, Engineering und Service den gemeinschaftlichen strategischen Ansatz für die Planung und Realisierung.

ABB, Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Rittal werden auf der Hannover Messe das Das „Secure Edge Data Center“ für industrielle Umgebungen und Telekommunikation haben ABB, HPE und Rittal in diesem Jahr auf der Hannover Messe vorgestellt.
ABB, Hewlett Packard Enterprise (HPE) und Rittal werden auf der Hannover Messe das Das „Secure Edge Data Center“ für industrielle Umgebungen und Telekommunikation haben ABB, HPE und Rittal in diesem Jahr auf der Hannover Messe vorgestellt. (Bild: Rittal)

Dezentrale Datenverarbeitung tritt in ein neues Zeitalter

Dazu gehören vorab gefertigte Rechenzentren, wie das in Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) auf der Hannover Messe vorgestellte „Secure Edge Data Center“ (SEDC). Sie sind speziell für die Digitalisierung von Produktionsprozessen in rauen Industrieumgebungen konzipiert. Sie sollen eine maschinen- und anlagennahe Realisierung von IT-Systemen ermöglichen, die sich insbesondere durch hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie niedriger Netzwerk-Latenz auszeichnen.

Ein mikro-modulares Datacenter von Rittal, ABB und HPE

Datacenter auf der Hannover Messe 2018

Ein mikro-modulares Datacenter von Rittal, ABB und HPE

20.04.18 - ABB, Hewlett-Packard Enterprise (HPE) und Rittal werden auf der Hannover Messe das „Secure Edge Datacenter“ (SEDC) für industrielle Umgebungen und Telekommunikation vorstellen. Damit können Unternehmen ihre leistungsstarken IT-Systeme in unmittelbare Nähe zu ihren Maschinen und Anlagen betreiben, um geringere Latenzzeiten sowie sichere und zuverlässige digitale Prozesse zu ermöglichen. lesen

Edge-Rechenzentren sind nach Aussagen der Partner für datengetriebene Wirtschaftssysteme, in denen das Internet der Dinge (IoT) enorme Datenmengen erzeugt, unerlässlich. Ein einem Edge-Rechenzentrum bringt die IT-Infrastruktur näher an den Ort der Datenerzeugung und führt damit zu einer niedrigeren Netzwerk-Latenz bei erhöhter Sicherheit und Zuverlässigkeit der Datenverarbeitungsprozesse, die für viele Industrie 4.0-Szenarien erforderlich sind.

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45371498 / Versorgung)