Embedded-OS

23 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Schlankes OS für Fortgeschrittene und Profis: Arch Linux

Arch Linux mit GNOME 3.2: Die flexible Linuxvariante ist sehr ressourcensparend, erfordert aber mindestens fortgeschrittene Kentnisse.
Arch Linux mit GNOME 3.2: Die flexible Linuxvariante ist sehr ressourcensparend, erfordert aber mindestens fortgeschrittene Kentnisse.
(Andrea `BaSh` Scarpino)

Arch Linux ist bei vielen Hobby-Entwicklern in der Linux-Szene als flexibles, ressourcensparendes Betriebssystem beliebt. Zudem bietet das OS den Vorteil, dass es auch in einer für ARM Prozessoren optimierten Distribution vorliegt, was es speziell für den Umgang mit dem Raspberry Pi gut eignet. Im Laufe der Zeit wurde das Betriebssystem immer mehr auf die Hardware des Einplatinenrechners optimiert: So unterstützt Arch Linux die Pi-Kamera-Schnittstelle und die „GPOI-Pins“.

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Diese Linux-Variante lässt sich auch sehr stark auf individuelle Bedürfnisse anpassen, was sie gerade für viele Bastlerprojekte attraktiv macht. Allerdings schöpft Arch Linux die Möglichkeiten der auf dem Raspberry Pi 3 eingesetzten „ARMv8“-Architektur zum gegenwärtigen Stand (März 2016) noch nicht vollumfänglich aus.

Die große Flexibilität des Betriebssystems ist aber auch gleichzeitig eine der größten Hürden, denn Arch Linux ist alles andere als einsteigerfreundlich. Eine GUI ist nativ nicht vorhanden, das ressourcenarme OS bootet direkt in die Kommandozeile. Für die Bedienung wird bereits ein umfassendes Linux-Grundwissen vorausgesetzt: anders als Raspbian hält Arch Linux kein benutzerfreundliches Konfigurationsmenü bereit, alles muss von Hand eingerichtet werden.

Wer allerdings bereits mit allen Feinheiten des Systems vertraut ist, für den ist Arch Linux sehr attraktiv: Es lässt sich gezielt nur auf die Funktionen, die auch wirklich für ein Projekt benötigt werden, zurechtstutzen, wodurch mehr Rechenleistung und Speicher für die eigentlichen Anwendungen bleiben.

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