Embedded-OS

23 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Sonderfälle und Kuriositäten: AROS, Firefox OS und Plan 9

Eher was für Experimentierfreudige: Bei dem auch aufs Raspberry Pi portierte Betriebssystem AROS handelt es sich um eine freie, auf ARM Prozessoren angepasste Weiterentwicklung des AmigaOS von Commodore.
Eher was für Experimentierfreudige: Bei dem auch aufs Raspberry Pi portierte Betriebssystem AROS handelt es sich um eine freie, auf ARM Prozessoren angepasste Weiterentwicklung des AmigaOS von Commodore.
(Stephen Jones / YouTube)

Da das Raspberry Pi vor allem bei Hobby-Entwicklern und Makern großen Zuspruch findet, überrascht es wohl kaum, dass auch zahlreiche andere eher unbekannte oder kuriose Betriebssysteme für den Einplatinenrechner umgesetzt werden. Das meiste sind Hobby-Entwicklungen und einige Bemühungen wurden zwischenzeitlich wieder eingestellt. An diesen Beispielen wird aber aktuell noch gearbeitet, und sie finden zumindest in eingefleischten Communities noch rege Beachtung.

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Eine solche Kuriosität ist „AROS“. Hierbei handelt es sich um eine unabhängige, freie und portable Weiterentwicklung des „AmigaOS“ von Commodore aus den 1990er Jahren. Seit 2013 existiert eine Version von AROS (AEROS genannt), die auf Linux gehostet wird und so nativ auf der Hardware des Raspberry Pi lauffähig ist. Das Betriebssystem wird langsam, aber stetig in Nightly Builds weiterentwickelt und funktioniert zumindest auf Raspberry Pi 1 und 2.

Recht engagiert waren auch Mozillas Pläne, „FirefoxOS“ auf das Raspberry Pi zu bringen. Mozilla veröffentlichte hierzu Ende 2014 eine Art offizielle Roadmap für die Entwicklung im weiteren Verlauf des aktuellen Jahres. Bei Firefox OS handelt es sich um ein quelloffenes, Linux-basiertes Betriebssystem, dessen gesamte Benutzeroberfläche einschließlich Apps komplett aus dem gleichnamigen Web-Browser realisiert wird.

Das Betriebssystem fand bis Ende 2015 auf einigen Smartphones Anwendung, inzwischen hat Mozilla allerdings die Smartphone-Entwicklung eingestellt. Das quelloffene Betriebssystem selbst soll zwar in der einen oder anderen Form bestehen bleiben. Eine Weiterentwicklung der Raspberry-Pi-Projektes mag von der Community noch weiterverfolgt werden, doch wie die Zukunft aussieht ist derzeit unklar.

Ebenfalls erwähnenswert ist „Plan 9 from Bell Labs“. Das ursprünglich von Mitgliedern der Computing Science Research Center der Bell Labs entwickelte OS ist eine logische Weiterentwicklung von Unix und existiert seit 2002 in einer vierten, quelloffenen Edition. Wer das System ohne komplexe Installation austesten möchte, kann seit Januar 2013 direkt von der Entwicklerseite ein vollständiges, vorkompiliertes Image des Open Source Betriebssystems „Plan 9“ für das Raspberry Pi herunterladen. An dem System wird offiziell noch gearbeitet. Inwiefern das OS allerdings in Zukunft tatsächlich noch weiterentwickelt wird, ist eher unklar.

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