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Innovative Kühlkonzepte
Ein innovatives Kühlkonzept ist der Grundstein für einen effizienten Betrieb im Rechenzentrum. Hierzu müssen die Konzepte auf die Nutzung des Rechenzentrums angepasst werden. Direkte und indirekte freie Kühlung sind für mittlere und große Rechenzentren Pflicht.
Je nach Standort können Brunnen- und Flusswasserkühlung teure Kompressionskälte ersetzen und somit praktisch emissionsfrei für Kälte sorgen. Eingebunden in den Energiefluss von Blockheizkraftwerken können Absorptionskältemaschinen für die Klimatisierung eines Rechenzentrums Verwendung finden. Die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung kann dann für das Kraftwerk optimiert werden.
Eine Möglichkeit zur Kühlung bieten Racks, die über eine zentrale Wärme-Abfuhr nach oben über eine kaminartige Architektur auf der Rückseite verfügen. So können diese Rücken an Rücken aufgebaut werden. Sie haben damit einen deutlich geringeren Platzbedarf im Vergleich zu einer klassischen Kaltgang-/Warmgang-Architektur von Standard-Racks.
Potenzial steckt auch in existenten Rechenzentren
Besonders dicht gepackte Schränke mit einer hohen Abwärme lassen sich in "Hot Zones" zusammenfassen und dort mithilfe einer Wasserkühlung temperieren. Für andere Komponenten ist eine Kalt- oder Warmgang-Einhausung empfehlenswert. Idealerweise in Kombination mit einer Kühlung durch Außenluft, Brunnenwasser oder Uferfiltrate. Das ermöglicht eine Reduzierung der Stromkosten von bis zu 12 Prozent.
Auch in bereits bestehenden Data-Center lässt sich eine Reihe von Maßnahmen umsetzen, die den Stromverbrauch senken. Eine besteht darin, nachträglich EC-Ventilatoren mit elektronischer Kommutierungseinheit zu installieren. Sie erreichen einen Wirkungsgrad von etwa 90 Prozent – rund 20 bis 70 Prozent mehr als Modelle mit Asynchron-Motoren (AC).
Jetzt wird's heiß
Viele Unternehmen kühlen ihre Rechenzentren auf 20 Grad herunter und erhoffen sich so, Energie zu sparen. Untersuchungen der Schweizerischen Bundesanstalt für Energiewirtschaft haben jedoch bereits 2001 gezeigt, dass im Bereich von 22 bis 26 Grad jedes Grad Raumtemperaturerhöhung zu einer Energie-Einsparung von etwa vier Prozent führt.
Demnach führt eine Erhöhung der Temperatur zu einem geringeren Energieverbrauch. Nach Erfahrungswerten von Fujitsu kann die Raumtemperatur zwischen 22 und 24 Grad liegen, ohne dass die Lebensdauer von IT-Systemen beeinträchtigt wird.
Neben der Erhöhung der Raumtemperatur ist es empfehlenswert, Mess-Systeme einzusetzen. Schon günstige Tools unterstützen das Energiemanagement, indem sie anzeigen, wo Strom eingespart werden kann. Größere Unternehmen sollten Lösungen für das Data Center Infrastructure Management (DCIM) in Betracht ziehen. Denn diese Programme erstellen eine Inventarliste aller Systeme in einem Rechenzentrum, ermitteln deren Auslastung und geben Hinweise, wo im Rechenzentrum Racks unter dem Gesichtspunkt Energie-Effizienz am besten platziert werden.
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