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Neue Strukturen in der Halbleiterbranche Xilinx geht am AMD – für 35 Milliarden Dollar

Autor: Ulrike Ostler

Anfang dieses Monats hat Intel einen Teil seines Speicherchipgeschäfts für 9 Milliarden Dollar an SK Hynix verkauft. Damit wird das südkoreanische Unternehmen zum zweitgrößten Flash-Speicherchip-Hersteller der Welt. Nvidia will den in Großbritannien ansässigen Chipdesigner ARM für 16 Milliarden Dollar übernehmen. Nun kauft Advanced Micro Devices (AMD) den rivalisierenden Chiphersteller Xilinx für 35 Milliarden Dollar.

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AMD akquiriert Xilinx für 35 Milliarden Dollar.
AMD akquiriert Xilinx für 35 Milliarden Dollar.
(Bild: AMD)

Xilinx und AMD haben am gestrigen Dienstag bekannt gegeben, dass durch die reine Aktien-Transaktion das größte Hochleistungscomputerunternehmen der Branche entstehen werde. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende 2021 erwartet. Die entstehende Company wird rund 13.000 Mitarbeiter beschäftigen. Victor Peng, CEO von Xilinx, soll AMD als Präsident beitreten und zwei Direktoren von Xilinx dem AMD-Vorstand.

Bereits jetzt schon eine Legende unter den Chipdesignern: Dr Lisa Su, CEO von AMD.
Bereits jetzt schon eine Legende unter den Chipdesignern: Dr Lisa Su, CEO von AMD.
(Bild: Inti St. Clair)

AMD-CEO Lisa Su sagt: „Unsere Übernahme von Xilinx markiert die nächste Etappe auf unserem Weg, AMD als Branchenführer im Bereich des Hochleistungsrechnens und als Partner der Wahl für die größten und wichtigsten Technologie-Unternehmen der Welt zu etablieren.“

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Dies ist tatsächlich der jüngste und größte Schritt unter Su, der die Rückgänge von AMD seit der Übernahme im Jahr 2014 umgekehrt hat. Seit sie CEO wurde, sind die Aktien des Unternehmens um mehr als 1.300 Prozent gestiegen, obwohl AMD, wie viele Technologieunternehmen, unter den Folgen des Handelskrieges zwischen den USA und China und in jüngster Zeit unter den durch das Coronavirus verursachten Störungen gelitten hat.

AMD gab am frühen Dienstag auch Gewinne bekannt und meldete einen Umsatzsprung von 56 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Das Unternehmen teilt mit: „Eine starke Kundendynamik hat dazu geführt, dass wir im vierten Quartal in Folge ein Umsatzwachstum von mehr als 25 Prozent im Jahresvergleich verzeichnen können.“

Aktienentwicklung für Intel, AMD und Xilinx nach Angaben von Fact Set.
Aktienentwicklung für Intel, AMD und Xilinx nach Angaben von Fact Set.
(Bild: Fact Set)

Während die Aktien von AMD im vorbörslichen Handel um 5 fielen, stiegen die Aktien von Xilinx um 10 Prozent. Generell aber bewertet der Aktienhandel Xilinx mit rund 143 Dollar pro Aktie, was einem Aufschlag von 25 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag entspricht. Außerdem erwartet AMD, dass sich der Deal positiv auf die Margen des Unternehmens, den Gewinn pro Aktie und die Generierung von freiem Cashflow auswirken werden: Innerhalb von 18 Monaten nach dem Abschluss der Transaktion soll eine Betriebseffizienz von 300 Millionen Dollar erreicht sein.

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Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider