Was können Citrix Xen Client und Xen Client XT?

Xen-Clients virtualisieren auf Notebooks

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Diese Unabhängigkeit aber gilt nur nach oben. Nach unten, zur Hardware des Notebooks weist der XenClient Abhängigkeiten auf. Es werden nur bestimmte Modelle der bekannten Hersteller wie Dell, Lenovo, HP, Fujitsu, NEC oder Toshiba unterstützt.

Desweiteren baut Xen Client auf der „vPro“-Technik von Intel auf. Dabei handelt es sich um eine in der Hardware implementierte Unterstützung für virtuelle Umgebungen für Desktops und Notebooks.

Durch VT-d können die virtuellen Maschinen die physische Hardware besser nutzen. Laufende virtuelle Maschinen können damit beispielsweise beim Schließen des Notebooks automatisch in den Suspend-Modus versetzt und beim Öffnen wieder nahtlos aktiviert werden.

Die Funktionsweise des Xen Client

Im Gegensatz zu den bekannten VDI-Szenarien können Xen-Client-Geräte auch offline benutzt werden. Dies ist der wohl größte Vorteil dieses Verfahrens. Eine permanente Verbindung des Client zu seinem zentralen Diensten entfällt dabei. Für mobile Nutzer mit Notebooks und Laptops eine beinahe zwingende Voraussetzung.

Das Verwaltungssystem des Xen Client besteht aus mehreren Komponenten. Auf dem zentralen Server läuft der Synchronizer. Er kümmert sich um die Verwaltung der zentral hinterlegten Kopien der Client-Systeme und stellt denen diese bereit.

Syncronisieren deluxe

Durch den Synchronizer erhalten die mobilen Geräte ihre Betriebssysteme zugewiesen. Diese Übertragung erfolgt aus Sicherheitsgründen verschlüsselt.

Caching-Techniken (Cached VHD-Downloads) sorgen für die notwendige Leistung bei der Übertragung. Ferner ermöglicht der Synchronizer die Dateischerung und das Recovery der mobilen Geräte im Fehlerfall.

Zum Umfang des Synchronizer gehörten ferner Funktionen zur Verwaltung der Richtlinien (Policies) der Clients. Das Gegenstück zum zentralen Synchronizer ist der Citrix Receiver. Er nimmt die Daten des Synchronizer entgegen und hinterlegt sie auf der Festplatte des Notebooks. XenClient fordert somit, anders als diese bei Thin Clients ist, einen vollständigen Rechner mit Festplatte.

Xen Client XT

Die Technik des Xen Client ist, wie erwähnt, der des Xen Server recht ähnlich. Mobile Geräte aber sind anderen Angriffen ausgesetzt und weisen andere Sicherheitsanforderungen auf, als es für die Server in den Rechenzentren gilt.

Um die Besonderheiten der mobilen Geräte besser zu unterstützten erweitert Citrix derzeit den Xen Client hin zu Xen Client XT. Dieser bringt über die bekannten Funktionen des Xen Client vor allem mehr Sicherheitsfunktionen und eine bessere Trennung des Netzwerkverkehrs der virtuellen Gäste. Durch Hardware-Unterstützung erfolgt dabei eine besser Absicherung der Systeme gegen Übergriffe.

*Zu Xen Client und Xen Client XT gibt es keine 1-zu-1-vergleichbaren Produkte. Aber es gibt eine Reihe an Techniken und Ansätze, die dem dieser Client-Virtualisierung vergleichbar sind und zum gleichen Ergebnis kommen. Das Ziel ist der parallele Betrieb mehrerer unterschiedlicher Systeme auf einer Hardware.

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in München.

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