Plattformwechsel bei Großrechner-Applikationen

Windows-, Unix- oder Linux statt Mainframe

| Autor / Redakteur: Wolfgang Drespling / Ulrike Ostler

So schwer ist ein Plattformwechsel bei Mainframe-Anwendungen gar nicht, erläutert Wolfgang Drespling. Allerdings sollten die Migrationswilligen im Auge behalten, welches die Ziele dabei sind.
So schwer ist ein Plattformwechsel bei Mainframe-Anwendungen gar nicht, erläutert Wolfgang Drespling. Allerdings sollten die Migrationswilligen im Auge behalten, welches die Ziele dabei sind. (Bild: K. Dreidler/Fotolia.com)

Zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele müssen Unternehmen ihr Mainframe-basiertes Anwendungsportfolio immer wieder anpassen. Ein Plattformwechsel auf Unix/Linux oder Windows kann dabei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsorientierten Anwendungslandschaft sein.

Die Entwicklung von Strategien zur Transformation der Mainframe-basierten Anwendungslandschaft steht heute auf der Agenda vieler Unternehmen. Bei den Treibern muss zwischen zwei verschiedenen Szenarien unterschieden werden: Zum einen sind hier IT-getriebene Szenarien zu nennen, wie Know-how-Probleme bei der Pflege von Anwendungen, die Nutzung neuer Technologien und Releases oder die hohen Kosten für den Anwendungsbetrieb.

Zum anderen sind auch Business-getriebene Szenarien zu berücksichtigen. Dazu zählen veränderte gesetzliche Bestimmungen, die Einführung neuer Vertriebsmodelle und Produkte oder auch neue Anforderungen von Anwendern und Kunden. Dieser vom Business getriebene Wandel führt zu einem Druck auf die IT-Abteilungen, die Anwendungslandschaft zu modernisieren.

Wenn die Ziele sich widersprechen

Als erste Lösungsansätze rücken hier auf Unternehmensseite oft die Neuentwicklung von Applikationen und die Einführung von Standard-Software ins Blickfeld. Dabei muss allerdings immer ein Punkt berücksichtigt werden. Bei komplexen Projekten ist es nicht möglich, alle Maßnahmen parallel durchzuführen. Die Priorisierung und die zeitliche Festlegung der einzelnen Modernisierungsmaßnahmen sind folglich zentrale Fragestellungen.

Neben der fachlichen Notwendigkeit müssen dabei auch sich widersprechende Zielsetzungen hinsichtlich Risiko, Projektlaufzeit oder -kosten berücksichtigt werden. Häufig ist es daher empfehlenswert, einer Modernisierung des Anwendungsportfolios ein risikoloses Übertragen ausgewählter vorhandener Mainframe-Applikationen auf die zukünftige Zielplattform voranzustellen. Der Plattformwechsel kann dabei entweder einem taktischen Zweck dienen – etwa falls die Anwendung nach drei oder vier Jahren ersetzt wird – oder auch einer strategischen Zielsetzung folgen – falls die Anwendung langfristig genutzt wird.

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posted am 02.08.2014 um 09:55 von Unregistriert


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