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Die Verlagerung von Mainframe-Anwendungen
Beim Plattformwechsel geht es – einfach dargestellt – um die Verlagerung einer Anwendung oder Anwendungslandschaft von einer Mainframe-Plattform (meistens IBM z/OS) auf eine Unix/Linux-oder Windows-Plattform. Für den Anwender ist diese Verlagerung vollkommen transparent; die Benutzerschnittstellen bleiben unverändert. Eine erneute Schulung der Benutzer erübrigt sich daher.

Auch aus Sicht des Entwicklers ändert sich wenig: Die Änderungen am Source-Code sind gering, die eingesetzten APIs zur Transaktionssteuerung, bei der Datenzugriffsebene oder Batch-Steuerung bleiben erhalten. Die ursprünglich für Mainframes konzipierten Anwendungen lassen sich somit in vollem Umfang, ohne Einschränkung ihrer Funktionalität und nahezu ohne Code-Änderungen auf Plattformen wie Linux, Unix und Windows (LUW) übertragen. Die auf dem Mainframe vorhandene Infrastruktur wird dabei auf den LUW-Systemen bereitgestellt.
Mainframe-Plattformwechsel schafft Budgetfreiräume
Ein zentraler Vorteil der Verlagerung selektiver Mainframe-Anwendungen auf offene Plattformen (Linux, Unix, Windows) sind die Budgetfreiräume, die für unumgängliche Anwendungsmodernisierungs-Vorhaben entstehen. Derartige Projekte finanzieren gewissermaßen weitere, notwendige Modernisierungsprojekte mit.
Grund dafür ist, dass der Plattformwechsel am Ende zu signifikanten Einsparungen der Betriebskosten führen: Die Zielplattformen (Windows, Unix, Linux) bieten nicht nur aktuelle Technologien, sondern lassen sich vor allem deutlich kostengünstiger betreiben: 80 Prozent Einsparung bei Hard- und Software-Kosten sind keine Seltenheit.
Die Umstellungskosten sind im Vergleich dazu eher gering und betreffen vor allem die Adaption des Applikationsbetriebs, welcher in der Regel auf die Mainframe-Systeme ausgerichtet ist. Auf der dezentralen Plattform stehen für eine angedachte Modernisierung der verlagerten Anwendung umfangreiche Techniken bereit, welche beispielsweise eine einfache Integration in ein Java- oder .NET-Framework ermöglichen.
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