Virtuelle Server lizenzieren

Windows Server Virtual Machine Licensing

| Autor: Thomas Joos

Windows-Netzwerke richtig verwalten (Bild Pixabay.com)
Windows-Netzwerke richtig verwalten (Bild Pixabay.com) (Windows-Netzwerke richtig verwalten (Bild Pixabay.com))

Mit seinen Serverprodukten System Center, SQL Server und auch Windows Server 2019 ändert Microsoft teilweise deutlich seine Lizenzierungspolitik, vor allem im Vergleich zu Windows Server 2012/2012 R2. Im Vergleich zu Windows Server 2016 bleibt vieles beim Gleichen.

Die Lizenzierung in Windows Server 2019 erfolgt nicht auf Basis der CPUs, wie in Vorgängerversionen bis Windows Server 2012 R2, sondern auf Basis der CPU-Kerne. Das wurde bereits mit Windows Server 2016 geändert. In Hyper-V werden wiederum bei virtuellen Servern die logischen Prozessoren lizenziert, da diese das Pendant zu den physischen Prozessorkernen darstellen. 

Setzen Unternehmen also Server mit mehreren Prozessoren ein, ist pro Kern-Paar jeder CPU eine Lizenz notwendig, egal welche Edition im Einsatz ist.

Lizenzen von Windows Server 2016/2019 sind direkt auf die physische Hardware gebunden. Jede Lizenz deckt zwei physische Prozessorkerne ab. Sie dürfen mit der Standard Edition außerdem bis zu zwei virtuelle Server oder Hyper-V-Container auf dem lizenzierten Host betreiben. Beim Einsatz der Datacenter Edition dürfen Sie so viele virtuelle Server und Hyper-V-Container auf dem Host betreiben, wie die Hardware hergibt.  Welche Edition Sie einsetzen, müssen Sie also ausrechnen.

Hier spielen natürlich auch Faktoren wie Storage Spaces Direct und Storage Replica eine Rolle, genauso wie Shielded-VMs und Funktionen für hyperkonvergente Netzwerke. Alle Unterscheide der Editionen sind auf der Seite https://blogs.technet.microsoft.com/ausoemteam/2018/10/13/windows-server-2019-editions-comparison/ zu finden.