Im Test: Web Appliance WS1000 von Sophos

Vollständiger Schutz vor Viren und Downloads durch Webfilter

29.09.2008 | Autor / Redakteur: Götz Güttich / Ulrich Roderer

Web Appliance WS1000 von Sophos
Web Appliance WS1000 von Sophos

Mit der WS1000-Appliance bringt Sophos einen Web-Filter auf den Markt, der IT-Umgebungen nicht nur vor unerwünschten Inhalten schützen soll, sondern auch dazu in der Lage ist, Malware und Viren aus Downloads zu entfernen. Die Lösung konnte im Testlabor des IAIT ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Die Appliance sorgt außerdem dafür, dass vertrauliche und gefährliche Daten nicht versehentlich aus dem Unternehmen gelangen, da sie den Verkehr in beide Richtungen prüft.

Die WS1000 kommt als Appliance in einfacher Bauhöhe und bringt eine Intel-Dual-Core-CPU, vier GByte RAM und eine Festplattenkapazität von 360 GByte mit.

Außerdem gehören drei Netzwerkinterfaces mit zum Lieferumfang des Produkts, nämlich ein Konfigurationsanschluss sowie jeweils eine LAN- und eine WAN-Schnittstelle. Damit eignet sich das System nach Herstellerangaben für Netzwerke mit bis zu 1000 Benutzern.

Der Test

Im Test verwendeten wir die Appliance als Filter für unseren FTP-, HTTP- und SSL-Verkehr. Die Web-Content-Filter-Funktion verhielt sich dabei wie erwartet. Wir besuchten mit aktivem Filter nicht nur eine Reihe von 50 einschlägig bekannten Spy- und Malware-Sites sondern klickten auch auf sämtliche Links, die in aktuellen Spam-Mails enthalten waren, die wir in den letzten Wochen in unserem Testlabor gesammelt hatten.

Damit kamen wir auf etwa 600 Sites, die Pornografie, Glücksspiele, Dating-Services, Spam oder kriminelle Absichten enthielten. Diese Seiten wurden vom Content-Filter zu etwa 98 Prozent abgeblockt. Diese gute Rate galt auch für ganz frische Links aus neuen Spam-Nachrichten. Besonders erfreulich ist, dass der Sophos-Filter nicht nur bei den englischsprachigen Sites auf der Höhe der Zeit zu sein scheint, sondern auch deutsche Inhalte zuverlässig filterte. Das kann man leider nur für die wenigsten Web-Filter behaupten.

Die zwei Prozent Sites, die der Filter durchlies, befassten sich übrigens mit Glücksspiel und Online-Medikamentenverkäufen und enthielten keine für die Client-Rechner gefährlichen Komponenten. Ein Web-Filter-Test kann zwar nie wirklich repräsentativ sein, trotzdem hinterließ die Lösung dabei einen sehr guten Eindruck.

Um die Malware- und Viren-Filter zu testen, versuchten wir, diverse Software-Lösungen dieser Art durch die Appliance zu schicken. Die Lösung fand aber alle Schädlinge in den Datenübertragungen ohne Probleme. Es ist gut, dass das Produkt den Datenverkehr in beide Richtungen untersucht, da es damit auch eine Schutzfunktion für die Geschäftspartner implementiert.

Insgesamt gilt, dass sich Unternehmen, die die WS1000 einsetzen, eine leistungsfähige und einfach zu konfigurierende Web-Sicherheits-Appliance ins Haus holen, die das Security-Niveau der IT-Infrastruktur deutlich verbessert.

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