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Systemübergreifende Policy
Die „globale Policy“ enthält Einstellungen, die eine systemübergreifende Gültigkeit haben und gehen damit über die reine Filterkonfiguration hinaus. Hier haben die Administratoren Gelegenheit, die bereits aus dem Wizard bekannten Reputationsfilter für High-, Medium- und Low-Risk-Sites anzupassen.
Die dynamische Kategorisierung erkennt auf Wunsch Anonymisierungssites und behandelt sie genauso wie Seiten, die in die Kategorie „Proxies and Translators“ eingeordnet wurden. Ein solches Vorgehen ist in vielen Fällen sinnvoll, da sich über die genannten Anbieter Webfilter potentiell umgehen lassen. Im Test ergaben sich bei der automatischen Kategorisierung von Seiten wie www.anonymouse.ws keine Probleme, einen „richtigen“ Anonymisierungsdienst wie TOR hebelt das System allerdings nicht aus. TOR arbeitet aber problemlos mit dem Web-Filter zusammen.
Das Scannen des HTTPS-Verkehrs lässt sich getrennt von den anderen Protokollen ein- und ausschalten. Das ist aus Sicherheitsgründen auch gut so. Möchte ein Anwender nämlich über HTTPS auf eine Website zugreifen, so baut er zunächst eine verschlüsselte Verbindung zur WS1000 auf. Die Appliance ihrerseits stellt dann eine andere verschlüsselte Verbindung zu Zielseite her und kann so alles, was übertragen wird, lokal in unverschlüsselter Form einsehen. Nicht jedes Unternehmen möchte das, insbesondere weil die Zugriffe ja im Protokoll landen. Es ist aber möglich, das SSL-Scanning global zu aktivieren und Ausnahmen zu definieren, beispielsweise manuell für bestimmte Sites oder generell für die Kategorie „Finance and Invest“, so dass zumindest finanzielle Transaktionen geschützt bleiben.
Auf Wunsch sind die zuständigen Mitarbeiter auch dazu in der Lage, das Logging auf den Hostnamen statt der ganzen URL zu begrenzen und die CA der Appliance in dem Browser des Clients zu registrieren, damit nicht bei jedem SSL-Zugriff eine Fehlermeldung wegen eines falschen Zertifikats erscheint. Damit bietet die Lösung praktisch alle Funktionen, die sich eine IT-Abteilung beim Management der SSL-Verbindungen wünschen kann.
Außerdem lassen sich über die globale Policy noch Root-Authorities zum Validieren von Zertifikaten hinzufügen sowie lokale Klassifizierungen nach Risikoklasse und Seitenkategorie erstellen und anpassen. Die lokalen Klassifizierungen kommen zum Einsatz, um Seiten zu bewerten, die bisher noch nicht in der Sophos-Datenbank erfasst wurden. Darüber hinaus haben die zuständigen Mitarbeiter damit die Möglichkeit, bestehende Klassifizierungen von Sophos zu überschreiben. Die Anzeige der genannten Klassifizierungen lässt sich jederzeit filtern, um auch bei vielen Einträgen die Übersicht zu behalten.
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