Virtuelle Datenhaltung IM DATACENTER Virtualisierung von Datenbankmanagementsystemen (Teil 1)

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Die Virtualisierung von Servern verhilft zu effizienteren IT-Strukturen und wird daher auch auf breiter Front angewandt. Allerdings eignet sich nicht jedes Serversystem gleichermaßen gut zur Virtualisierung. In diesem Fachbeitrag erfahren Sie, was insbesondere bei der Virtualisierung von Datenbankmanagementsystemen zu beachten ist.

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Das SP1 des Data Protection Managers von Microsoft bietet verschiedene Methoden zur Sicherung von virtuellen Maschinen.
Das SP1 des Data Protection Managers von Microsoft bietet verschiedene Methoden zur Sicherung von virtuellen Maschinen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Virtualisierung von Serversystemen hat sich etabliert. Sie trägt zur Konsolidierung der Server und einer effizienteren Verwaltung bei. So unterschiedlich wie die Serversysteme ist auch der Nutzen, der aus der Virtualisierung gezogen wird. Zu den wichtigsten Servervarianten gehören Dateiserver, Webserver, Datenbankmanagementsysteme, Anmeldeserver, Mailserver und weitere Kommunikationsserver, Server mit jeglicher Sicherheitssoftware und die Vielzahl der unterschiedlichen Applikationsserver. Eignen sie sich allerdings gleichermaßen gut zur virtuellen Nachbildung oder gibt es Unterschiede? Zweifelsohne bestehende Unterschiede! Weit fortgeschritten ist beispielsweise der Einsatz der Virtualisierung bei Webservern. Anmeldeserver dagegen werden nahezu immer noch auf physischen Servern ausgeführt.

Virtualisierung nur bei geringer Auslastung

Fragt man Anbieter wie VMware, Microsoft oder Citrix, welche dieser Server sich besser oder schlechter virtualisieren lassen oder welche man unter keinen Umständen virtuell betreiben soll, so erhält man keine eindeutige Antwort. Die kann es wohl auch so nicht geben. Stattdessen verweisen die Hersteller eher auf das Lastprofil der Serversysteme. Keinen Sinn macht es sicherlich, Serversysteme, die zu zwei Drittel ausgelastet sind, zu virtualisieren. Der Aufwand und die Risiken stehen dabei in keinem Verhältnis zum erwarteten Nutzen.

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Wie aber ist es mit jenen Systemen, die im Durchschnitt nur eine Auslastung von weniger als 20 Prozent aufweisen? Folgt man den Marketingaussagen der Hersteller lassen sich dabei fünf dieser Server parallel betreiben. Der erwartete Nutzen ist hinlänglich bekannt, nämlich in der Einsparung von vier Servern. Bei dieser Zusammenfassung der fünf Server in einen geht man von der Annahme aus, dass die abgeforderte Leistung gleichbleibend ist oder sich die Leistungsspitzen der virtualisierten Server gegenseitig aufheben. Dies ist jedoch eher als Ausnahme, denn als Regel zu sehen. Wenn die virtuellen Systeme hingegen gleichzeitig Leitungsspitzen von beispielsweise 50 Prozent aufweisen, so können eben zu diesem Zeitpunkt nur zwei Geräte parallel betrieben werden oder es treten Engpässe auf.

Desweiteren wird in den Modellen häufig nur von der Auslastung der CPUs gesprochen. Daneben stehen aber die weiteren Rechnerressourcen, die ebenso in das Kalkül einzubeziehen sind: Der Arbeitsspeicher, die Anbindung an das Netzwerk oder die Speichersysteme sind ebenso wichtig und beeinflussen den gesamten Durchsatz. Reicht beispielsweise der Arbeitsspeicher oder die Anbindung an das Speichersystem nicht aus, so werden die virtuellen Anwendungen davon ausgebremst. Daher müssen Server, die als Grundlage für die Virtualisierung herangezogen werden, immer ein ausgewogenes Verhältnis aller Rechnerressourcen aufweisen.

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