Suchen

Mehr als ein Jahr vor der ersten Bezugsfähigkeit zu 100 Prozent vermietet US-Unternehmen quartiert sich bei FRA-1 von Iron Mountain ein

| Autor: Ulrike Ostler

Das US-amerikanische Unternehmen Iron Mountain will im Frankfurter Osten sein erstes Rechenzentrum in Deutschland eröffnen. 27 Megawatt (MW) Leistung sind dort vorgesehen - und bereits vermietet.

Firma zum Thema

An der Borsigallee 1 im Frankfurter Stadtteil Seckbach baut Iron Mountain ein 27-MW-Rechenzentrum.
An der Borsigallee 1 im Frankfurter Stadtteil Seckbach baut Iron Mountain ein 27-MW-Rechenzentrum.
(Bild: Google Maps)

Unter anderem baut und betreibt Iron Mountain, mit Hauptsitz in Boston, Rechenzentren. Unter der Adresse Borsigallee 1 im Stadtteil Seckbach entsteht auf einem 2,6 Hektar großen Gelände das 27-MW-Datacenter mit dem Namen „FRA-1“.

Auf dieser Fläche zuvor Alpha Real eine Baugenehmigung für ein Rechenzentrumsprojekt erwirkt. Doch vor etwa einem Jahr war aber bekannt geworden, dass das Unternehmen das Areal bereits im Februar 2019 für 44,8 Millionen Euro veräußert hatte. Iron Mountain trat dort über eine Gesellschaft mit Sitz im niederländischen Haarlem als Bauherr auf. Als Planer arbeitet weiterhin TTSP HWP Planungsgesellschaft an dem Vorhaben mit.

Für Iron Mountain wird das Projekt nach London, Amsterdam und Singapur das vierte Rechenzentrum außerhalb der USA sein. Der ursprüngliche Plan hatte vorgesehen, FRA-1, laut Angaben des Marktplatzes Upstack eine vierstöckige Anlage mit einem zusätzlichen Zwischengeschoss, in drei Phasen zu entwickeln, mit jeweils 9 Megawatt pro Bauabschnitt.

Dann ging man bei Iron Mountain davon aus, sein Vermietungsziel für Neu- und Erweiterungsverträge von 15 bis 20 Megawatt für das Gesamtjahr 2020 deutlich zu übertreffen. Jetzt steht fest, dass ein noch unbekannter Kunde im zweiten Quartal 2021 den ersten Bauabschnitt mit 9 MW übernehmen und über fünf Jahre auf die vollen 27 MW beziehungsweise 36.040 Quadratmetern Brutto-Grundfläche skalieren will. Mit dem vollständigen Ausbau des Rechenzentrums wird für das zweiten Quartal 2022 gerechnet.

Über den Mieter ist lediglich bekannt, dass es sich um ein US-Unternehmen handelt, das nach Umsatzzahlen zur den Fortune-100 gehört. Der Mietvertrag ist auf zehn Jahre abgeschlossen, mit Verlängerungsoptionen.

(ID:46679058)

Über den Autor

 Ulrike Ostler

Ulrike Ostler

Chefredakteurin DataCenter-Insider, DataCenter-Insider