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Schäfer IT-Systems baut Energie-effizientes Rechenzentrums aus Uni Siegen eröffnet Rechenzentrum mit Blockheizkraftwerk

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit Kaltwassersätzen für freie Kühlung sowie einem eigenen Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung ist das Rechenzentrum der Universität Siegen das erste dieser Art an deutschen Hochschulen.

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Im "New Datacenter" der Universität Siegen. (Bild: Schäfer)
Im "New Datacenter" der Universität Siegen. (Bild: Schäfer)

Die Universität Siegen hat ihr Rechenzentrum auf dem Campus Hölderlinstraße durch einen Neubau ersetzt. Das „New Data Center“ hat eine Nutzfläche von rund 240 Quadratmetern und verfügt über Kaltwassersätze für freie Kühlung sowie ein eigenes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung.

Es ist damit eines der ersten Energie-effizienten Rechenzentren seiner Art an einer deutschen Hochschule. Die Inbetriebnahme der ersten Server erfolgte im Oktober 2011. Schäfer IT-Systems, Hersteller von individuellen Lösungen für Netzwerk- und Server-Schränke sowie kompletter Rechenzentren, übernahm aufgrund einer europaweiten Ausschreibung die Projektleitung des Innenausbaus. Zudem lieferte die Firma die Server-Schränke und Seitenkühler.

Dazu gehörten in der ersten Ausbaustufe, die etwa 25 Prozent des Endausbaus entspricht, 18 SP-Server-Racks und 18 „Loopus“-Seitenkühler aus eigener Produktion. Zusammen mit seinen Partnern, den Unternehmen Gaul, Servertech, Emka, Sibatec, Wagner und Innov-IT zeichnete Schäfer IT-Systems darüber hinaus für die Lieferung, Installation und den Gewerke-übergreifenden Funktionstest von Wasseranschlüssen, Steckdosenleisten, Elektroverteilern und Systemen zur Brandfrüherkennung verantwortlich.

Wie die RZ-Technik funktioniert

Die im neuen Rechenzentrum der Universität Siegen eingesetzte Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung stellt laut Schäfer IT-Systeme den Idealfall der Nutzung eines BHKW dar. Dabei wird aus der Motorwärme des BHKW mittels einer Absorptionskältemaschine das Kühlsystem gespeist, das die Abwärme der Server abführt.

Der Generator des BHKW produziert unterdessen den Strom für Server und Infrastruktur des Rechenzentrums. Im Winter wird eine so genannte freie Kühlung eingesetzt, bei der die kalte Außenluft die Server kühlt.

In dieser Zeit kann die Motorwärme, die das BHKW erzeugt, fast die gesamte Heizenergie für den Campus Hölderlinstraße liefern, sobald alle Einrichtungen der Universität ihre Server im „New Data Center“ betreiben. Die Universität rechnet dann nach eigenen Angaben mit Kosteneinsparungen von rund 300.000 Euro pro Jahr.

Nachahmer stellen sich an

Das New-Datacenter-Team (von links nach rechts): Peter Wäsch, Schäfer IT-Systems, Lothar Hofmann, Universität Siegen, Dirk Doormann und Thilo Püschl, jeweils Schäfer IT-Systems. (Bild: Scäfer IT-Systems)
Das New-Datacenter-Team (von links nach rechts): Peter Wäsch, Schäfer IT-Systems, Lothar Hofmann, Universität Siegen, Dirk Doormann und Thilo Püschl, jeweils Schäfer IT-Systems. (Bild: Scäfer IT-Systems)
Wie Peter Wäsch, Vertriebsleiter Schäfer IT-Systems, sagt habe das New Datacenter der Univerität Siegen Leuchtkaft: „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das innovative Siegener Datacenter eine Vorbildfunktion übernimmt – nicht nur für den Hochschulbereich, sondern auch für die private IT-Wirtschaft.“ So lägen dem Unternehmen bereits mehrere Anfragen von Cluster-Herstellern vor, die sich Schäfer IT-Systems als Partner für den Ausbau von Hochleistungs-Rechenzentren nach Vorbild der Anlage an der Hölderlinstraße wünschten.

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