Grundlagen: Studie zur Speicher-Virtualisierung TechConsult liefert Einblicke

Autor / Redakteur: DataCenter-Insider.de / Ulrich Roderer

Die Virtualisierung von Storage-Umgebungen verspricht vorhandene Speicherressourcen effizient auszulasten, das Management zu zentralisieren und zu vereinfachen.

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Das stetig wachsende Datenvolumen und eine bessere Auslastung der Ressourcen sind die wichtigsten Beweggründe für eine Speichervirtualisierung.
Das stetig wachsende Datenvolumen und eine bessere Auslastung der Ressourcen sind die wichtigsten Beweggründe für eine Speichervirtualisierung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Vorzüge und die praktische Erfahrung anderer Virtualisierungstechnologien können sich positiv auf die Marktbedeutung von Storage-Virtualisierung auswirken. Denn während die Unternehmen in den letzten paar Jahren erste Erfahrungen mit Desktop- und Server-Virtualisierung machen konnten, rückt die Speicher-Virtualisierung erst seit kurzem auf die Agenda der CIOs.

In einer Studie der TechConsult GmbH wurden Anwender aktuell zu der Bedeutung von Storage-Virtualisierung und zum Einsatz von Lösungen in diesem Umfeld befragt, Gründe und Hemmnisse für den Einsatz von Virtualisierung im Storage-Umfeld sowie Szenarien für Speicher-Virtualisierung analysiert. Darüber hinaus wurden die Sicherungsarten für virtuelle Speichersysteme und Anforderungen an das Disaster Recovery beleuchtet.

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Beweggründe für Storage-Virtualisierung

In puncto effizienter Auslastung des Unternehmensspeichers haben die deutschen Betriebe und öffentlichen Verwaltungen der aktuellen Untersuchung nach noch Potenzial:

Mehr als 60 Prozent der befragten Stichprobe gaben an, ihre Storage-Systeme seien über das Jahr durchschnittlich nur bis maximal zur Hälfte ausgelastet, 15% der Unternehmen haben ihre Speichersysteme sogar nur zu einem Viertel ausgereizt.

Weniger als 30 Prozent bekundeten, dass sie ihre Speichersysteme bereits zu drei Vierteln ausgelastet haben.

Die vielleicht größte Herausforderung für viele Storage-Verantwortliche ist allerdings, dass sie den künftigen Bedarf an Speicherressourcen in der Regel nur schwer abschätzen können. Insofern sind die Angaben zum Auslastungsgrad eher mit Blick auf „ein halbvolles“ als auf „ein halbleeres Glas“ zu bewerten: Die Kapazitätsauslastung der Speicher, die oft „nur“ bei bis zu 50 Prozent liegt, ließe sich zwar durch Virtualisierung erheblich steigern, doch Faktoren wie Redundanz und Ausfallsicherheit bei plötzlichen Daten-Peaks sprechen gegen ein mögliches Szenario mit beispielsweise 80-prozentiger Storage-Auslastung.

Einsatzgrad und -szenarien für virtuelle Speicherlösungen

Der Einsatzgrad virtueller Speicherlösungen – unabhängig davon, welche Virtualisierungsart gewählt wurde – liegt derzeit noch bei unter 10%. Auch in naher Zukunft wird dieser der Untersuchung nach nur knapp über 10% liegen. Ein eher unterbelichtetes Thema ist die Storage-Virtualisierung derzeit noch bei kleineren Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern.

Hier wird erst in den nächsten zwei bis drei Jahren der Einsatzgrad bis auf knapp unter 10 Prozent zulegen. Die Klasse 100 bis unter 500 Mitarbeiter liegt mit 10 Prozent im Durchschnitt, der geplante Einsatz virtueller Storage-Lösungen fällt hier vor allem in das nächste Jahr.

Vorreiter sind die großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern mit einem Einsatzgrad von derzeit 16%, für 2008 ist ein Anstieg auf 19% zu erwarten.

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