Neue Sparc-Prozessoren sollen Big Data verdauen

Supercomputer K steht Pate für Fujitsu Athena

| Redakteur: Ulrike Ostler

Fujitsu zeigt den Prototypen einer neuen Rechner-Generation, die auf 64-bit-Sparc-Prozessoren basiert, die direkt per Kühlflüssigkeit auf Arbeitstemperatur gebracht werden.
Fujitsu zeigt den Prototypen einer neuen Rechner-Generation, die auf 64-bit-Sparc-Prozessoren basiert, die direkt per Kühlflüssigkeit auf Arbeitstemperatur gebracht werden. (Bild: Ostler)

Unter dem Motto „Reshaping ICT, Reshaping Business“ findet am 7. und 8. November in München die Fujitsu-Hausmesse „Fujitsu-Forum“ statt. Eines der großen Themen dürfte Big Data sein. Unter anderem mit „Athena“, einem Rechner, der auf Solaris und einer Weiterentwicklung der Sparc-Prozessoren beruht, will Fujitsu den Kunden Hardware mit viel integrierter Software bieten.

Auf der Oracle Open World gab Noriyuki Toyoki, der Senior Vice President von Fujitsu bekannt, dass die Zusammenarbeit von Oracle und Fujitsu bei der Sparc-Entwicklung nicht nur X3 zu mehr Leistung verhelfe, sondern auch den neuen, bisher unter dem Codenamen „Athena“ angekündigten Fujitsu-Rechnern.

Nun rätselt die Fachwelt, welches die Leistungsmerkmale sind. So sagte der Manager zwar nicht, dass der Athena-Chip der ist, den das Unternehmen Ende August auf der Hot Chips 24 Konferenz vorgestellt hat, doch das, was Fujitsu vorzeigte, entsprach genau diesem „Sparc64-X“-System mit 16 Kernen.

Der so genannte “Venus”-Prozessor Sparc64-VIIIfx mit 8 Kernen und Sparc64-IXfx mit 16 Kernen kommt in dem Supercomputer „K“ zu Einsatz. Dieser stellt dem japanischen Riken Lab in Kobe 10,51 Petaflops bereit.

Ein völlig neues Konzept

Erfahrungen aus dem Bau dieses Rechners sollen auch in die Athena-Computer einfließen. Toyoki sagt vor allem im Hinblick auf die Limitierungen bisherigen Rechnerarchitekturen für Big Data: “Wir müssen ein komplett neues Konzept entwickeln.”

Die Rechner, die Fujitsu bauen will, gleichen ein wenig dem Design der „Engineered Systems“ Exadata und Exalogic, sollen aber offener sein, wenngleich Toyoki auch ein System ankündigte, das mit Solaris ausgestattet ist, und spezielle Instruktionen für die Oracle-Datenbank bereit hält.

Darüber hinaus soll Athena wie der K-Computer als Grundlage ein System-Board haben, das mit vier Prozessor-Sockeln bestückt ist. Jeder Prozessor bietet bis zu 5212 Gigabyte Hauptspeicher; das ist viel, aber nicht übermäßig im Vergleich mit anderen NUMA und SMP-Servern.

Doch auf dem Chip werden die Inteconnects vermutlich einen NUMA-Link nahtlos über vier Sockel hinweg erlauben (siehe: Abbildung 5). Das würde ein externes Chipset erübrigen.

Ein dickes Ding

Wie dieser Verbindungen genau aussehen, ist unbekannt. Es könnte aber gut sein, dass sie „Tofu“ ähneln, die im K-Supercomputer eingebaut sind. Heraus käme eine wirklich leistungsfähige Maschine mit at 64 Sockets beziehungsweise 1.024 Kernen, bis zu 32 Terabyte Hauptspeicher und Shared Memory.

Zum Vergleich: Ein High-End Sparc Enterprise M9000 (siehe: Download-Link) besitzt 64 Sockel, die mit je Sparc64-VII+ Prozessoren (4 Kerne) ausgestattet sind. Das System läuft mit 3GHz Taktung, die auch für Sparc64-X –Chips avisiert sind.

Das Fujitsu-Forum 2012

Wer sich Klarheit verschaffen will, kann sich auf dem Fujitsu-Forum 2012 umtun. Fujitsu wirbt damit, dass Besucher sich über aktuelle Strategien, Technologien und Lösungen informieren können. Die Veranstaltung bietet 3.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche, Key Notes, Breakout- und Expert-Talk-Sessions.

Wen das nicht überzeugt: Auf der „Fujitsu Intel Celebration Night“ können Besucher den schottischen Weltstar Amy Macdonald erleben.

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