Erreicht man mit ITIL eine bessere Verzahnung von IT- und Business-Prozessen? Studie von Exagon über die Erwartungshaltung an ITIL v3

Redakteur: Florian Karlstetter

Die Unternehmensberater von Exagon Consulting befragen regelmäßig Unternehmen zum Einsatz von ITIL. Ein halbes Jahr nach der letzten Umfrage hat sich nun herausgestellt, dass die anfängliche Euphorie über ITIL v3 etwas abgeebbt ist. So erwarten heute weniger ITIL-Anwender eine bessere Verzahnung der IT-Services mit den Business-Prozessen.

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Exagon Consulting meint, die Euphorie über ITIL v3 ebbt etwas ab.
Exagon Consulting meint, die Euphorie über ITIL v3 ebbt etwas ab.
( Archiv: Vogel Business Media )

Folgt man der Studie, sind ITIL-Anwender (IT Infrastructure Library) in den letzten Monaten etwas skeptischer geworden. Während Mitte letzten Jahres noch 57 Prozent der Auffassung waren, die Zielsetzung einer besseren Verzahnung von IT- und Business-Prozessen werde in der neuen Version des Regelwerks ausreichend abgebildet, sind es sechs Monate später nur noch 43 Prozent. Gleichzeitig ist der Kreis derer, die entweder in dieser Hinsicht skeptisch sind oder noch keine genaue Einschätzung haben, um 13 Prozent auf 34 Prozent angestiegen. Alle anderen befragten ITIL-Anwender zeigen sich verhalten optimistisch.

„Die Erwartungen sind nun etwas pragmatischer geworden, nachdem anfangs im Markt von verschiedenen Seiten eine vielleicht etwas zu euphorische Stimmung entfacht worden war“, urteilt Joachim Fremmer, Geschäftsführer bei Exagon. „Die Anwender besitzen nun mehr Informationen und können ein differenzierteres Urteil vornehmen. Deshalb hilft die inzwischen nüchternere Betrachtung, weil für eine konstruktive Diskussion zu ITIL 3 auch kritische Blicke erforderlich sind, ohne damit das Regelwerk in seiner neuen Ausrichtung in Frage zu stellen.“

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Exagon hatte eigenen Angaben zufolge schon frühzeitig darauf hingewiesen, dass ITIL 3 mit seinem Service-Lifecycle keinen ausreichend konsistenten Business-Ansatz biete. „Ein Service Lifecycle sollte sich nach gesicherter Erkenntnis an den Lebensphasen eines Business-orientierten Services orientieren“, führt Fremmer weiter aus. „Der Nucleus ist demzufolge der Business-orientierte Service und nicht die Service Strategie.“

Service-Lifecycle-Ansatz nicht ausreichend

Dies werde so in ITIL 3 aber nicht abgebildet, urteilt der ITSM-Spezialist, ohne dabei den Lifecycle-Ansatz grundsätzlich in Frage zu stellen. „Die Zielrichtung in ITIL 3 stimmt, aber der Weg dorthin zeigt Schwächen.“ Exagon hat deshalb methodische Konzepte entwickelt, die diese Schwächen der Refresh-Version des Regelwerks eliminieren.

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