Grundlagen Storage-Management

Storage-Management: Daten sind business-kritisch

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Backup und Varianten

Zu den wesentlichen Anforderungen im Bereich Datensicherung und Datenverfügbarkeit gehören sichere und zuverlässige Backups und schnelles und zeitnahes Disaster Recovery. Wir werden in den weiteren Beiträgen noch detaillierter auf dieses Thema in Verbindung mit Virtualisierung eingehen.

Wesentlich im Bereich Management ist eine zentrale Konsole und integrierte Lösungen, die dem Anwender eine einfache und Ressourcen schonende Verwaltung ermöglicht.

Hier bieten die bekannten Hersteller wie Symantec/Veritas, Computer Associates und Hewlett-Packard ihre Lösungen an, die sich optimal an die Anforderungen von virtualisierten Infrastrukturen anpassen. Dabei orientieren sich die Lösungen auch sehr stark an den veränderten Kundenwünschen, die nicht nur die Backup-Funktionalität im Blick haben, sondern vielmehr auf die Wiederherstellung achten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass jegliche Zeitverzögerung bei der Wiederherstellung den Betrieb erheblich beeinflusst und effektiv Geld kostet.

Dies führt auch direkt in einen weiteren Bereich des Datenmanagements und der Verfügbarkeit – dem Disaster Recovery. Speziell bei virtualisierten Infrastrukturen und virtuellen Maschinen ist dieses Thema besonders wichtig und wird vielfach von den Herstellern von Virtualisierungslösungen abgedeckt (VMware, XenSource, Citrix). Des Weiteren finden sich hier Hersteller, die sich ausschließlich oder besonders dem Thema Disaster Recovery widmen. Dazu gehören Newcomer wie LeftHand, PlateSpin und Verizon.

Trendsetter: VTL und Deduplizierung

Zu den Hypes im Bereich Storage und Speichermanagement gehören vor allem unter dem Aspekt der wachsenden Datenmengen und notwendigen Anforderungen an die Unternehmen die Technologien Virtual Tape Libraries und Deduplizierung (Deduplication).

Der Fokus liegt hierbei auf der schnellen Sicherung und Wiederherstellung sowie der optimalen Ausnutzung der vorhandenen Strukturen und dem ungestörten Betrieb während der Backup-Prozesse.

Ein Virtual Tape Library ist eine unabhängige Hardware-Box mit einer variablen Anzahl von Disks, die die Funktionen herkömmlicher physischer Bandbibliotheken imitieren (emulieren) kann. Mit Hilfe einer speziellen Virtualisierungs-Software emuliert ein über Schnittstellen zwischen HostServer und physikalischer Bandbibliothek geschaltetes Gerät, eine Virtual Tape Library Appliance (VTLA), Bandlaufwerke, die beim Backup-Prozess vorgeben, physische Bänder zur Datensicherung zu sein.

Deduplizierung ist, vereinfacht ausgedrückt, eine Technologie, bei der Daten niemals doppelt gespeichert werden. Hersteller wie NetApp bieten diese Lösungen im Rahmen ihrer Storage-Appliances als integrale Komponente mit an und reduzieren damit den benötigten Speicherplatz erheblich.

Die Methode vergleicht den zu speichernden Datensatz, Dateien oder Datenblöcke mit den Informationen, die bereits abgelegt sind. Werden redundante Files oder Datenblöcke identifiziert, versieht die Lösung den neu eingegangenen Datensatz an der Stelle der Dopplung mit sogenannten Referenz-Pointern. Diese verweisen auf die bereits gespeicherte Sequenz und beanspruchen weniger Platz als die Originaldaten. Der neu hinzugekommene Datensatz wird somit kleiner, da weniger Informationen erneut gespeichert werden müssen.

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