DHCP in Windows Server 2012/2016

Standby-Server mit manueller Umschaltung

| Autor: Thomas Joos

Rechenzentren effektiv betreiben (Bild: Pixabay)
Rechenzentren effektiv betreiben (Bild: Pixabay) (Rechenzentren effektiv betreiben (Bild: Pixabay))

Ein weiterer Weg zur Herstellung der Ausfallsicherheit ist, einen Standbyserver für den produktiven DHCP-Server zu konfigurieren. Die Umschaltung kann jedoch nur manuell erfolgen, ein Automatismus ist bei diesem Weg nicht möglich. Der Vorteil der Lösung ist jedoch der günstige Preis im Vergleich zur hohen Ausfallsicherheit. Grundlage für einen Standby-DHCP-Server, ist die Möglichkeit, DHCP mit dem Befehl Netsh zu konfigurieren.

 

Dadurch lassen sich alle notwendigen Maßnahmen in einer Batchdatei zusammenfassen. Die Ausführung erfolgt manuell oder per geplanten Task. Mit der Batchdatei ist es möglich, die Sicherung des aktiven Servers auf den Standby-DHCP-Server zu übertragen, und das regelmäßig. Die Batchdatei verwendet dazu die Option "export" von "Netsh". So lassen sich alle aktuellen Konfigurationen und aktuellen DHCP-Leases erfassen und auf den Backup-DHCP-Server kopieren.

Der zweite DHCP-Server ist in Active Directory nicht autorisiert, vergibt also keine IP-Adressen an die Clients, bis Sie entsprechende Konfigurationen vornehmen. Fällt der primäre Server aus, muss dessen Autorisierung nur noch aufgehoben und der Datenaustausch deaktiviert werden. Im Gegenzug autorisieren Sie den Backupserver, der mit der aktuellsten Konfiguration mit seiner Arbeit beginnt und IP-Adressen verteilt:

Netsh
Dhcp
Server 
Export all