Azure Arc und Copilot beschleunigen SQL Server Migrationen auf Managed Instance Leichte SQL-Migration in die Cloud

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Ein neues Migrationsangebot im „Azure Portal“ verdichtet Planung, Technik und Umschaltung zu einem einzigen Ablauf. Assessments laufen kontinuierlich, Zielumgebungen entstehen direkt im Portal, Daten replizieren nahezu in Echtzeit, der Fortschritt bleibt sichtbar.

Leichte Migration von SQL-Datenbanken zu „Azure“ mit „Azure Arc“(Bild:  Thomas Joos (Bild: Microsoft))
Leichte Migration von SQL-Datenbanken zu „Azure“ mit „Azure Arc“
(Bild: Thomas Joos (Bild: Microsoft))

Microsoft hat die Public Preview für die „SQL Server“- Migration auf „Azure SQL Managed Instance“ über „Azure Arc“ geöffnet. Der Ansatz zielt auf Reibungsverluste, die bisher durch Werkzeugwechsel, verteilte Einstiegsseiten und manuelle Zwischenschritte entstanden sind. Die Software bündelt alle Stationen der Migration und integriert vorhandene Fähigkeiten des Azure Database Migration Service in eine durchgehende Steuerung.

Arc als Steuerzentrale für SQL-Migration

Arc eingebundene SQL Server erhalten im Portal einen eigenen Migrationsbereich. Von dort startet die Bewertung der Quellsysteme, es folgt die Auswahl oder Bereitstellung des Zieles als Managed Instance, danach die Wahl der Überführungsstrategie. Die Assessments laufen fortlaufend und liefern Zielvorschläge für Managed Instance sowie Schätzungen der zu erwartenden Kosten.

Das verkürzt die Planungsphase, da Kapazitäten und Zielgrößen nicht mehr als Schätzwert im Tabellenkalkulationsnebel stehen, sondern aus einer durchgehenden Analyse hervorgehen. Wer die Zielumgebung zunächst erkunden will, legt eine kostenfreie Evaluierungsinstanz an und testet damit Workloads.

Für den Datenweg stehen zwei integrierte Verfahren bereit.

  • Realzeitreplikation über „Distributed Availability Groups“ nutzt „MI link“ als Brücke in die Zielinstanz und erlaubt minimalen Stillstand beim Umschalten.
  • Alternativ übernimmt „Log shipping“ auf Basis von Sicherung und Wiederherstellung, betrieben durch den „Log Replay Service“, die Überführung in kontrollierten Etappen.

Beide Varianten liegen im selben Ablauf und lassen sich anhand von Version, Fenster für Ausfallzeiten und betrieblichen Randbedingungen auswählen.

Validierung vor dem Cutover

Read-only-Replikas in der Zielumgebung erlauben Prüfungen unter Realbedingungen, noch bevor Anwendungen endgültig wechseln. So zeigt sich, ob Abhängigkeiten, Kompatibilität und Leistung stimmen. Das senkt das Risiko, da Anpassungen vor dem entscheidenden Moment erfolgen. Optional steht für „SQL Server 2022“ und neuer ein Rückweg zur Verfügung, gesteuert durch externe Werkzeuge, falls ein Rollback wirtschaftlich sinnvoll erscheint.

Fortschritt, Metriken und Ereignisse laufen in einer Ansicht zusammen und erlauben eine eng geführte Überwachung. Die Umschaltung erfolgt geplant und nachvollziehbar, mit sichtbaren Zuständen für Replikation, Log-Wiedergabe und Synchronitätsgrad. Nach dem Cutover bleibt die Sicht bestehen, was Übergabe und Stabilisierung im Betrieb vereinfacht.

Intelligente Assistenz im Ablauf

„Microsoft Copilot“ begleitet ausgewählte Punkte mit kontextbezogenen Hinweisen und Entscheidungen, ohne die technische Kontrolle zu verbergen. Die Assistenz ordnet Optionen ein, zeigt Auswirkungen, hilft bei der Wahl des Verfahrens und erläutert Schritte, bleibt jedoch eingebettet in die Steuerung durch das Portal. Entscheidungen bleiben prüfbar und wiederholbar.

Die Software erfasst Client-Verbindungen automatisch und führt Anwendungen und Datenbanken zusammen. Das erleichtert die Zuordnung, reduziert Überraschungen beim Cutover und gibt in der Validierungsphase Klarheit über aktive Pfade.

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