Neue Datentypen für Film und optimiertes SQL-Performancemanagement SQL Server 2008: Bessere Komprimierung und Multicore-Unterstützung, Teil 1

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Der SQL Server zählt zu den wichtigsten Serversystemen von Microsoft. In der aktuellen Version hat Microsoft wieder zahlreiche Neuerungen eingebracht. Diese Neuerungen zielen sowohl auf die Softwareentwicklung, aber auch den IT-Betrieb. Beide Belange wollen wir in unserer Übersicht darstellen.

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SQL-Server 2008 von Microsoft bringt viele Optimierungen
SQL-Server 2008 von Microsoft bringt viele Optimierungen
( Archiv: Vogel Business Media )

Der SQL Server 2008 löst den Vorgänger SQL Server 2005 nach bereits drei Jahren ab. Dies entspricht in etwa auch den Erneuerungszyklen der früheren Versionen. Infolge der langjährigen Entwicklung und permanenten Erneuerung des Produktes kann man von einem stabilen Softwaresystem ausgehen. Das gilt sicher auch für die Version 2008, wenngleich dafür noch kaum Erfahrungswerte vorliegen.

Die Änderungen an der Version 2008 gegenüber den Version 2005 sind aber eher als gering einzustufen. Dies mag man auch als Indiz dafür werten, dass Datenbanksysteme im Allgemeinen und der SQL Server im Besonderen zu den ausgereiften und seit Jahren etablierten Produkten zählen.

Die Speicherung von Daten in relationalen Datenbanksystemen ist über Jahrzehnte erprobt und bringt nur wenige Neuerungen. Gleiches gilt für SQL als Abfrage- oder Manipulationssprache (DML) für die Daten, sowie den Konzepten von Datenschemata und der Normalisierung der Daten.

Dennoch erneuern die Hersteller der Datenbanksysteme ihre Produkte regelmäßig und nehmen Änderungen und Verbesserungen vor. Dies gilt auch für den SQL Server 2008. Diese Änderungen und Verbesserungen sollen auch im Fokus des folgenden Textes stehen.

Sieben Editionen des SQL Server 2008

Wie auch in der Vergangenheit liefert Microsoft den SQL Server in unterschiedlichen Editionen. Diese sind mittlerweile auf sieben angewachsen. Die Unterschiede liegen im Funktionsumfang und auch der Lizenzierung. Neben den Flagschiffen Standard Edition und Enterprise Edition stehen frei zugängliche Versionen oder spezielle Editionen für den Entwickler zur Verfügung.

Unterschiede gibt es ferner in Hinblick auf die CPU-Architektur und Datenbreite. Die Version x32 des SQL Servers 2008 zielt auf den Massenmarkt der Intel-x86-Architektur mit 32 Bit Breite. Die Version x64 ist ebenso für den Einsatz auf Intel-Prozessoren vorgesehen, allerdings muss es sich dabei um eine 64-Bit CPU handeln.

Beide Versionen, x32 und x64, sind natürlich auch in Verbindung mit AMD-CPUs einzusetzen, die sich bekanntlich an die Intel-Architektur anlehnen. Ausschließlich auf Intel-CPUs zu Einsatz kommt allerdings die Version ia64, sie verlangt einen Itanium 64 Bit. In den letzten Jahren kommen verstärkt Multicore-CPUs zum Einsatz. Diese werden von den Datenbanksystemen und auch dem SQL Server aber auch schon seit Jahren unterstützt. Wenngleich Multicore-CPUs, also die Platzierung mehrerer CPU-Kerne in einem Chipgehäuse noch relativ jung sind, ihrer Vorläufer sind es nicht. Dieses waren bekanntlich die Mehrwegesysteme.

Dabei wurden mehrere CPUs auf ein Rechner-Board gepackt. Für die Datenbanksysteme macht es aber keinen Unterschied, ob die CPUs als Kerne oder als eigener Chip auf dem Board liegen. Daher ist die Unterstützung von Multicore-Systemen auch heute bereits gegeben. Die Hersteller greifen einfach auf den Code der Mehrwegesysteme zurück.

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