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Zur Einbettung von SQL-Abfragen in den Code der Programme verwendet man heute meist die Standardsyntax von SQL, ergänzt um Variablen. Durch LINQ soll diese vereinfacht werden. Das Kürzel steht für Language Integrated Query. LINQ wird in unterschiedlichen Varianten auftreten. Hinter LINQ-to-SQL verbirgt sich ein Verfahren, dass dem Entwickler die Integration von SQL-Abfragen in den Code der Applikation ermöglicht.
Um die Programmierung zu vereinfachen werden dem SQL Server 2008 weitere Datentypen mitgegeben. Die Datentypen „Geometry“ und „Geography“ dienen der Speicherung von geografischen Inhalten in den SQL Server. Geometry orientiert sich dabei an dem Open Geospatial Consortium Standard (OGC), Geography wiederum speichert Längen- und Breitenangaben.
Zur Speicherung unstrukturierter Daten wie etwa Videos oder Fotos steht nun der Typ „Filestream“ bereit. Der Speicherplatz dafür ist das Dateisystem, nicht die Datenbank. Die Verwaltung der Filestreams erfolgt aber durch den SQL Server. Bisher wurden für diese Zwecke meist LOBs (Large Objects) verwendet. LOBs allerdings werden immer im Kontext des SQL Servers gespeichert. Damit blähen sie zum Einen den Speicherbedarf der Datenbank auf und müssen auch in dessen Kontext überführt werden.
Daneben gibt es aber eine Reihe von Anforderungen, bei denen die zu speichernden Objekte besser gleich im Dateisystem hinterlegt werden, wie etwa bei Dokumentenmanagementsystemen, dabei allerdings sind diese Objekte außerhalb der Verwaltung und Kenntnis der Datenbank. Eine Mischform wäre nun die Speicherung des Objektes im Dateisystem und den Verweis (den Namen mit Pfadangabe) in der Datenbank zu hinterlegen. Dennoch gibt es dabei keine feste Zuordnung und die Daten im Dateisystem sind getrennt zu verwalten und zu sichern. Durch Filestreams werden nun diese Techniken verwoben. LOBs stehen natürlich auch weiterhin zur Verfügung. Die Wahl für Filestream statt BLOB soll, nach den Empfehlungen von Microsoft, dann für Filestream sprechen, wenn die Daten im Schnitt größer als 1 MB sind und ein schneller Zugriff benötigt wird.
Neu sind auch die folgenden Datentypen. Der Datentyp Date dient zur Speicherung eines Datums im Zeitraum vom 01.01.0001 bis 31.12.9999, Time für die Uhrzeit mit 100 Nanosekunden Genauigkeit, DateTimeOffset unterstützt Datums- und Zeitangaben für Zeitzonen und DateTime2 speichert Datum und Zeit genauer vom 01.01.0001 :00:00:00 bis 31.12.9999 23:59:9999999.
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