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Kommentar zur Migration auf x86-Linux mit Lz Labs „Software-Migrations-Tools für Mainframes bleiben riskant“

| Redakteur: Ulrike Ostler

Wie wäre es, wenn Sie IMS-DB2-, CICS und VSAM-Anwendungen in Container packen und einfach auf x86-Plattformane portieren und unter red-Hat-Linux laufen lassen könnten? Genau diese Option will das Schweizer Unternehmen Lz Labs anbieten. Ingo Marienfeld, Country Manager Germany bei BMC, kommentiert die Ankündigung.

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Ingo Marienfeld kommentiert die Ankündigung von Lz Labs, Mainframe-Anwendungen portieren zu wollen.
Ingo Marienfeld kommentiert die Ankündigung von Lz Labs, Mainframe-Anwendungen portieren zu wollen.
(Bild: privat )

„Wir können selbst Cobol-Anwendungen ohne Re-Compilieren portieren, die 21 Jahre nicht mehr angefasst wurden“, sagt Thilo Rockmann, Chairman der Lz Labs GmbH.

Zunächst sollen die Anwendungen auf Intel-basierten Plattformen laufen können, doch auch ARM- und Raspberry-Pi-basierte-Hardware habe das Unternehmen schon ausprobiert, genauso wie in PL1, Assembler und C geschrieben Programme. Beta-Kunden gibt es auch schon: Unternehmen aus dem Finanzsektor. Noch in diesem Jahr soll das erste Produkt für alle auf den Markt kommen.

Wie granular die Anwender die Container gestalten, hänge von den jeweiligen Applikationen ab. Denkbar sei, so Rockmann, komplette Anwendungen in Container zu packen, als auch Teilapplikationen und Dienstleistungsroutinen. „Die Container können beliebig klein oder groß sein“.

Die Container-Technik ist eine Eigenentwicklung der Lz Labs. Allerdings arbeite das Unternehmen etwa mit Red Hat zusammen und experimentiere mit Docker, um die Techniken zusammenzuführen.

Das sagt BMC-Manager Marienfeld:

Soweit die Ankündigungen von LZ Labs. Ingo Marienfeld, Country Manager Germany bei BMC, betrachtet diese jedoch mit Skepsis:

„In einer Zeit, in der die Digitalisierung zu einer zunehmenden Erosion der traditionellen Nachfragemuster in Bezug auf das Client-Server-Computing führt, ist der Mainframe nach wie vor so relevant wie zuvor. Während viele Mainframes für ein Überbleibsel aus den frühen Zeiten der Datenverarbeitung halten, sind moderne Mainframes bestens für die heutigen Anforderungen einer digitalen Welt geeignet, in der das Always-On Prinzip vorherrscht.

Der Grund dafür ist: Es steht einiges auf dem Spiel. So werden 80 Prozent der kritischsten Unternehmensdaten weltweit weiterhin auf Großrechnern vorgehalten, da sie höchste Sicherheit und Skalierbarkeit gewährleisten. Dank einer Verfügbarkeit rund um die Uhr sind moderne Mainframes in der Lage, bis zu 2,5 Milliarden Transaktionen am Tag zu verarbeiten.

Es ist daher schwer vorstellbar, dass Unternehmen wie etwa Banken, Versicherungen und Reiseveranstalter, welche auf diese Leistung beim Betrieb geschäftskritischer Applikationen setzen, das Experiment eingehen, ihre sensiblen Daten einem „Versuchsprogramm“ zu überantworten, wie es von Lz Labs vorgestellt wurde.

Im Bild: Die Demo-Hardware für Lz Labs. Der Zugriff auf die Plattform kann auch über einen Link erfolgen.
Im Bild: Die Demo-Hardware für Lz Labs. Der Zugriff auf die Plattform kann auch über einen Link erfolgen.
(Bild: Vogel It-Medien GmbH )

BMC ist ein anerkannter Partner von 97 Prozent der Fortune 100 Unternehmen und zahlreiche dieser Unternehmen setzen auf Investitionen im Mainframe-Bereich, um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Es gibt natürlich Raum für Verbesserungen hinsichtlich der Kosten für Großrechner. Aus diesem Grund unterstützt BMC seine Kunden, das Mainframe-Management sicherer und wirtschaftlicher zu betreiben. Dies geschieht beispielsweise durch Lösungen, die dabei helfen, jedes Jahr Hunderte Millionen Dollar bei den Lizenzkosten einzusparen.

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