Software im Rechenzentrum: Lizenzkauf oder Softwaremiete?

Software-as-a-Service (SaaS) und ASP – Scalaris erklärt die möglichen Vorteile

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Preismodelle und Laufzeiten

ASP-Angebote richten sich nach einer standardisierten Preisliste für einen definierten Funktionsumfang. Wie beim Lizenzkauf wird ein „Package“ bezahlt, auch wenn manche Teile daraus nicht benötigt werden. SaaS zeichnet sich hier durch maßgeschneiderte Angebote aus. Der Kunde hat die Wahl zwischen vielfältigen Service Level Agreements (SLAs), die definierte Software Services umfassen. So bezieht und bezahlt ein Unternehmen nur die tatsächlich benötigten Leistungen. Oft wird auch die Preis-Berechnungsgrundlage an die individuellen Kundenbedürfnisse angepasst: Die Kosten für die Nutzung der Softwareanwendungen können sich an der Anzahl der Nutzer orientieren, oder sie werden auf Basis des Dokumentenvolumens, welches mit der Lösung verarbeitet wird, kalkuliert. Scalaris geht hier noch einen Schritt weiter und bietet seinen Kunden flexible Optionen bezüglich der Kostenverteilung über die Vertragslaufzeit.

Mit ASP-Verträgen binden sich Kunden für einen relativ kurzen Zeitraum, meist für 12 bis 24 Monate. SaaS-Lösungen werden individuell zugeschnitten und entsprechend über längere Laufzeiten kalkuliert, üblich sind drei bis fünf Jahre.

Vertrieb

ASP-Software wird über unterschiedliche Distributionswege, meist über einen Reseller oder gegen Bezahlung per Kreditkarte auch via Internet vertrieben. Der Erklärungsbedarf ist bei ASP-Anwendungen in der Regel gering und sie können sofort genutzt werden.

SaaS-Lösungen erfordern auch im Verkauf fundiertes Know-how. Der Anteil an Beratungsleistungen ist hier vergleichsweise hoch. Sie werden daher direkt vom Softwarehersteller oder in enger Zusammenarbeit mit einem Partner vertrieben. Da die Lösungen für vielfältige und teilweise komplexe Prozesse eingesetzt werden, ist auch ein tiefes Verständnis für die Geschäftsfälle unterschiedlicher Branchen und Fachbereiche erforderlich.

Ob ASP oder SaaS – flexible Software-Mietmodelle werden den neuen und steigenden Anforderungen von Unternehmen (Kostendruck, schnelle Reaktionsfähigkeit, etc.) optimal gerecht. Das Lizenzgeschäft wird dadurch zunehmend verdrängt und es deutet alles auf eine Industrialisierung der Informationstechnologie hin. Vermutlich stellt SaaS in diesem Prozess eine Etappe auf dem Weg zum flächendeckenden Einsatz standardisierter Softwareservices dar – ein Zwischenschritt in komplexen Lösungsbereichen und für Großunternehmen, wo bisherige ASP-Lösungen nur teilweise sinnvoll eingesetzt werden konnten.

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