Anbieter zum Thema
Was Cloud-Computing-Systeme von serviceorientierten Architekturen lernen können
Cloud-Computing-Systeme können vor allem in den Bereichen der Governance von Diensten und der Transformation von einer Architektur in die technologische Umsetzung von serviceorientierten Architekturen lernen. In Cloud-Computing-Systemen findet aktuell eine rege Diskussion der Governanceaspekte statt, jedoch gibt es aktuell wenig Möglichkeiten entsprechende Richtlinien zu implementieren und auch zu kontrollieren. Dies kann für Unternehmen bereits ein Hindernisgrund sein, Cloud-Computing-Systeme einzusetzen. Im Gegensatz dazu ist die Governance ein wichtiger Bestandteil serviceorientierter Architekturen.
Die Fähigkeiten, Richtlinien für Dienste definieren zu können und Änderungen an den Richtlinien verwalten zu können, sind in serviceorientierten Architekturen stark ausgeprägt. Ähnliche Werkzeuge müssen in Cloud-Computing-Systemen erst entworfen, entwickelt und in voller Breite in den Systemen verankert werden. Dabei kann auf die Erfahrungen in serviceorientierten Architekturen zurückgegriffen werden.
Die meist prozessgetriebene Transformation einer Architektur in die technologische Umsetzung ist in serviceorientierten Architekturen durch eine Reihe von Werkzeugen gut unterstützt. Im Gegensatz dazu sind die Startpunkte in Cloud-Computing-Systemen häufig bestehende, auf dem Markt verfügbare Anwendungs- oder Ressourcendienste. Diese müssen in einer wohldefinierten Architektur integriert werden, wobei berücksichtigt werden muss, dass die Architektur über die Grenzen der Unternehmensfirewall erweitert wird und somit hohe Anforderungen an die Sicherheitskonzepte gestellt werden. Hier stehen im Bereich der serviceorientierten Architekturen eine Reihe von Möglichkeiten der Modellierung und entsprechende Technologiestandards (z. B. aus dem Web-Services Umfeld) zur Verfügung, die für die entsprechenden Szenarien angepasst und kombiniert werden können.
Ein Vergleich der beiden Paradigmen zeigt, dass sie sich in vielen Fällen ergänzen. Cloud-Computing-Systeme stellen die Flexibilität hinsichtlich der Infrastrukturen zur Verfügung und serviceorientierte Architekturen bieten Konzepte zum Modellieren von Architekturen und deren Transformation auf die Technologieplattform an.
Szenarien zur Integration beider Paradigmen
Nachdem nun die Grundlagen zu serviceorientierten Architekturen und Cloud-Computing-Systeme erläutert wurden, lassen sich nur drei Hauptszenarien ableiten, wie beide Paradigmen integriert werden können. Die Einordnung von Diensten in unternehmensinterne Strukturen und in Cloud-Computing-Systeme kann anhand folgender Faustregel eingeordnet werden: Je standardisierter ein Prozess ist, desto leichter kann er durch einen Dienst aus der Cloud ersetzt werden. Die drei Szenarien sind:
- (1) Einsatz einer serviceorientierten Architektur zur Orchestrierung verschiedener Cloud-Computing-Dienste
- (2) Einsatz einer serviceorientierten Architektur zur Bereitstellung von Cloud-Computing-Diensten
- (3) Erweiterung einer bestehenden, serviceorientierten Architektur um Cloud-Computing-Dienste
In allen drei Szenarien unterstützt der Bereich „Sichere Services und Qualitätstests“ des Fraunhofer SIT seine Kunden darin, eine funktionale und sichere Umsetzung zu erreichen und dabei das Beste aus beiden Architekturwelten zu vereinen.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:2044157)