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Erhöhte Sicherheit für virtuelle Maschinen
Da das Hostsystem durch die Virtualisierung des Hyper-V zum Träger vieler virtueller Maschinen wird, kommt der Absicherung des Systems eine enorme Bedeutung bei. Gelänge es einem Angreifer sich des Hyper-V zu bemächtigen, so wäre er damit in der Lage, auch die virtuellen Maschinen zu kompromittieren. Daher legte Microsoft beim Design des Hypervisors ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheitsaspekte.
Da die virtuellen Maschinen parallel auf einem Host liegen werden sie durch die Sicherheitseinstellungen gegenseitig abgesichert. Die parallelen virtuellen Maschinen vertrauen sich die nicht gegenseitig. Sie unterliegen besonderen Sicherheitsauflagen. Einzig die Root-Partition genießt in dem Modell das Vertrauen aller anderen Partitionen. Ferner wird auf die Nutzung fremder Gerätetreiber oder jeglichen fremden Codes im Kontext des Hypervisor gänzlich verzichtet.
Desweiteren läuft die Kommunikation ausschließlich über den VMBus oder die Gerätemulation. Eine direkte Verbindung zwischen den virtuellen Maschinen besteht nicht. Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, wurden ferner diverse Änderungen in der Softwarearchitektur vorgenommen. Durch Stack Canaries werden Stack Overflows unterbunden. Stack Overflows sind eine häufig genutzte Angriffstechnik, die durch das Einfügen der Prüfwerte (Canaries) erkannt bzw. unterbunden werden. Eine weitere Sicherheitseinrichtung sind die NoExecute-Kennungen. Diese unterbinden die Ausführungen von Code in den Datenbereichen. Auch diese Verfahren werden bei Angriffen häufig genutzt. Außerdem können Code-Seite als durch eine „Read-only-Kennung“ vor Veränderung durch Angreifer geschützt werden.
Fazit
Microsoft bietet den Hyper-V in mehreren unterschiedlichen Ausführungen an. Multipliziert mit den Editionen von Windows eröffnet sich damit eine breite Vielfalt an Leistungsvarianten. Flankiert durch das System Center bietet Redmond somit ein umfassendes Portfolio an Werkzeugen zur Virtualisierung.
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