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Ehemaliger Mitarbeiter erhebt schwere Vorwürfe SAP soll geistiges Eigentum von Wettbewerbern gestohlen haben

| Autor: Katrin Hofmann

Bei SAP tobt ein Wirtschaftskrimi: Ein ehemaliger Mitarbeiter der internen Revision wirft dem Software-Hersteller vor, geistiges Eigentum von Mitbewerbern, unter anderem für Hana, entwendet zu haben. Aber auch Erpressungsvorwürfe gegen den Ex-SAP-Angestellten stehen im Raum.

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SAP Headquarter in Walldorf, Deutschland
SAP Headquarter in Walldorf, Deutschland
(Bild: SAP/Stephan Daub )

Die Anschuldigungen könnten, wenn sie sich bewahrheiten, für SAP teuer werden. Gemäß Berichten des ARD-Magazins Fakt und Spiegel online wirft ein ehemaliger Angestellter dem Software-Hersteller vor, sich in Kooperationsprojekten an Programm-Bestandteilen von Technologiepartnern, beispielsweise Teradata, vergriffen zu haben. Der konkurrierende Datenbankspezialist hat mittlerweile angekündigt, die nötigen Schritte einzuleiten, falls es stimmen sollte, dass sich beispielsweise in Hana Programmiercode von Teradata findet.

Daneben könnten auch andere Hersteller, wie Microsoft, Oracle oder IBM, betroffen sein. SAP hat der Sendung Fakt zufolge mitgeteilt, „keine Belege für die Anschuldigungen gefunden zu haben“.

Umgekehrt hatte SAP schon im Jahr 2014 gegen den Mitarbeiter, der als Jurist mit internen Prüfvorgängen betraut war, Strafanzeige gestellt, unter anderem weil dieser 25 Millionen Dollar verlangt hatte. Auch eine Kündigung war erfolgt. Vor einem deutschen Gericht hatte der Walldorfer Konzern mittlerweile Erfolg. Der ehemalige Angestellte hat nun ein Verfahren vor dem US-Arbeitsministerium angestrengt.

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