CloudEngine 16800 von Huawei

Rechenzentrum-Switch für das KI-Zeitalter

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Huawei hat einen „Rechenzentrum-Switch für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI)“ präsentiert.
Huawei hat einen „Rechenzentrum-Switch für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI)“ präsentiert. (Bild: gemeinfrei, dmitrochenkooleg / Pixabay / CC0)

Huawei hat einen „Rechenzentrum-Switch für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI)“ präsentiert: CloudEngine 16800. Drei Merkmale sollen ihn besonders für KI prädestinieren: integrierter KI-Chip, 48-Port 400GE Linecard pro Steckplatz und ein Lossless-Algorithmus.

Bei einem herkömmlichen Ethernet führt eine vergleichsweise hohe Paketverlustrate dazu, dass die KI-Rechenleistung im Rechenzentrum maximal 50 Prozent erreichen kann. CloudEngine 16800 soll 100 Prozent erreichen. Dafür verwendet der Switch einen Lossless-Algorithmus, um das Datenverkehrsmodell um automatische Erkennung und Optimierung zu erweitern. So werde die Latenz verringert und der Durchsatz erhöht - ohne Paketverlust.

Die ultraschnelle Signalübertragung soll durch eine orthogonale Architektur überwunden werden: 48-Port 400GE Linecard pro Steckplatz mit branchenweit höchster Dichte und branchenweit größte 768-Port 400GE Switching-Kapazität.

Ein KI-Chip soll an Randstellen des Netzwerks eingesetzte Geräte deutlich intelligenter macht. Der Switch sei in der Lage, lokale Inferenz zu implementieren und in Echtzeit schnelle Entscheidungen zu treffen. In Zusammenspiel mit dem zentralisierten Netzwerk-Analyzer FabricInsight könnten Fehler von der KI O&M-Architektur schnell erkannt und lokalisiert werden.

„Vom Cloud-Zeitalter in das KI-Zeitalter“

Der chinesische Anbieter setzt voll auf KI: Laut seiner Global Industry Vision (GIV) 2025 wird sich die Akzeptanzrate für KI-Technologien von 16 Prozent im Jahr 2015 auf 86 Prozent im Jahr 2025 erhöhen. Der Netzwerkleistung im Rechenzentrum komme eine entscheidende Rolle für die KI-Rechenleistung zu: Sie kann die Durchsetzung von KI-Technologien deutlich verlangsamen.

Huawei geht gleichzeitig davon aus, dass sich das weltweite, jährlich anfallende Datenvolumen von 10 Zettabyte im Jahr 2018 bis ins Jahr 2025 auf 180 Zettabyte (180 Millionen Terabyte) erhöhen wird. Bestehende 100GE Rechenzentrum-Netzwerke würden diese prognostizierte Datenflut nicht bewältigen können.

"Die vollständig vernetzte, intelligente Welt ist keine Zukunftsvision mehr. Rechenzentren werden zum Pulsschlag neuer Infrastrukturen wie 5G und KI“, so Kevin Hu, President der Huawei Network Product Line. „Huawei leistet Pionierarbeit bei der Verschmelzung von KI-Technologie und Rechenzentrum-Switches und transportiert vernetzte Rechenzentren vom Cloud-Zeitalter in das KI-Zeitalter."

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