PDU und KVM von Raritan

Neuer Controller sorgt für intelligente Rack-PDUs

| Redakteur: Ulrike Ostler

Intelligente Stromschaltleisten, PDUs, erlauben eine präzise und kontinuierliche Messung der abgerufenen elektrischen Leistung im Rack. Raritan stattet seine Power Distribution Units nun mit einem neuen Controller und neuer Firmware aus.
Intelligente Stromschaltleisten, PDUs, erlauben eine präzise und kontinuierliche Messung der abgerufenen elektrischen Leistung im Rack. Raritan stattet seine Power Distribution Units nun mit einem neuen Controller und neuer Firmware aus. (Bild: Raritan)

Der Controller „iX7“ soll das Herzstück der jüngsten PDU-Generation von Raritan sein. Zusammen mit der Firmware „Xerus“, die für mehr Sicherheit und Flexibilität, sorgt, sollen die intelligenten Schalter insgesamt mehr Möglichkeiten, mehr Funktionen, mehr Leistung für die Rack-PDUs bieten. Außerdem neu: digitale KVM-Switches für kleine und mittlere Unternehmen.

Um die Räume eines Rechenzentrums bestmöglich zu nutzen, müssen die elektrische Leistung sowie die Kühlleistung geregelt werden. Voraussetzung hierfür ist eine möglichst genaue Bestimmung der Verlustleistung von Servern.

Zwar wäre die Addition der im Datenblatt angegebenen maximalen Leistungsaufnahmen der Server-Netzteile eine Möglichkeit. Die tatsächlich von den meist überdimensionierten Netzteilen abgeforderte elektrische Leistung liegt jedoch teilweise deutlich unter der angegebenen Nennleistung, so dass hier Stromreserven brachliegen.

Will man diese ungenutzte Puffer-Zone an zusätzlich verfügbarer Leistung tatsächlich ausschöpfen, ist eine präzise und kontinuierliche Messung der abgerufenen elektrischen Leistung unbedingte Voraussetzung. Für eben diese Messungen eigenen sich die intelligenten Stromschaltleisten, kurz: PDUs.

Neue Funktionen

Raritan, seit einiger Zeit eine Marke von Legrand, stellt eine neue Serie von intelligenten Rack-PDUs (iPDUs) vor. Neben einer effizienten und zuverlässigen Energieverteilung liefern die mit dem iX7-Controller ausgestatteten Stromleisten mehr Rechen- und Speicherleistung, um neue Anwendungen zu unterstützen und Daten zum von den IT-Geräten verbrauchten Strom, zur verfügbaren Energiekapazität in Rechenzentren und zum Zustand der Schrankumgebung sammeln und analysieren zu können.

Die iPDUs bieten etwa neue Verfügbarkeitsmerkmale – wie redundante Vernetzung und gemeinsame Energienutzung – sowie kostensenkende Funktionen wie die erweiterte iPDU-Kaskadierung, um die Kosten für die Netzwerkimplementierung zum Beispiel durch die Einsparung von IP-Ports zu reduzieren.

Ergänzendes zum Thema
 
Über Ratitan

Der Hintergrund: IT-Systeme werden häufiger aktualisiert, da sich Rechenzentren transformieren, um neue geschäftliche und digitale Anforderungen zu erfüllen. David Wood, Director des Raritan-Bereichs Power Solutions, formiliert das wie folgt: „Um mit den steigenden Anforderungen Schritt zu halten und diesen gerecht zu werden, hat Raritan seinen Controller – die Schaltzentrale der iPDU – mit genügend Reserven und einer Vielzahl von Anpassungsmöglichkeiten für zukünftige benutzerdefinierte Anwendungen ausgestattet.“

Flexibilisierung ist angesagt

So sei es beispielsweise möglich, dass sich ein Kunde für seine Edge-Rechenzentren oder Co-Locations eine mehrstufige biometrische Zugangskontrolle wünscht, um Türen von externen Schränken zu öffnen und zu schließen. Die mit dem iX7-Controller ausgestatteten iPDUs ermöglichten eine solche Anwendung.

Auch wenn ein Kunde zu einem späteren Zeitpunkt eine höhere Netzwerkgeschwindigkeit nutzen wolle, erlaubten die Steckersysteme dieses, denn die iPDUs unterstützten Gigabit-Ethernet. „Welches Problem es auch zu lösen gilt, unsere intelligenten PDUs sind vielseitig und leistungsstark genug, um neue Anwendungen für das Management von Rechenzentren handhaben zu können – ohne die Stromversorgungs- und Monitoring-Infrastruktur auswechseln zu müssen“, sagt Wood.

Zu den neuen Merkmalen und Funktionen, die der iX7-Controller ermöglicht, gehören:

Redundante gemeinsame Energienutzung - Unter Nutzung des typischen dualen Stromversorgungsdesigns von Rechenzentrumsschränken können die iX7-Controller zweier PDUs (A und B) über ein standardmäßiges Cat5-Kabel miteinander verbunden werden. Sollte eine der beiden Stromversorgungen ausfallen, versorgt die zweite iPDU beide Controller mit Strom. Zudem wird in Form einer Alarmmeldung sofort über den Stromausfall informiert. Die Verbindung zu beiden iPDUs geht dabei nie verloren. Nachgeschaltete kaskadierte Geräte wie iPDUs und Umgebungssensoren bleiben eingeschaltet und sind im Dashboard sichtbar, was zu einer besseren mittleren Reparaturzeit (Mean Time to Repair, MTTR) und Verfügbarkeit beiträgt.

Zuverlässigkeit und mehr Zugriffsoptionen durch Dual-Netzwerkbetrieb - Um hochverfügbare Verbindungen und Zugriffsmöglichkeiten zu erreichen, können sich Benutzer mittels dualem Netzwerkbetrieb über zwei unterschiedliche Netzwerke mit einer iPDU verbinden. Außerdem können Sie den Benutzerzugriff und die Benutzerberechtigungen, zum Beispiel „Zugriff nur für Überwachung“, für jedes Netzwerk genau definieren, so dass autorisierte Ressourcen energiebezogene Verfügbarkeits- sowie Verbrauchsdaten überwachen können. Benutzer können es etwa einem Co-Location-Anbieter ermöglichen, über ein separates Netzwerk auf ihre iPDU und Energiedaten zuzugreifen, ohne diesem Zugang zum privaten Netzwerk zu gewähren.

Erweiterte Kaskadierung durch Kombination von USB - und Ethernet-Verbindungen - Die bei der Netzwerkimplementierung wie auch die durch IP-Zugänge entstehenden Kosten lassen sich durch die gemeinsame Nutzung eines einzigen Ethernetport reduzieren. Administratoren können die optimale Methode wählen, um mit einem der zwei USB-Ports bis zu acht PDUs in eine Daisy-Chain-Konfiguration aufzunehmen, oder eine Kaskadierung über die Ethernetports durchzuführen.

Neue benutzerfreundliche HTML-Benutzerschnittstelle - Hierüber lassen sich die Energiedaten eines Rechenzentrums sowie Umgebungsinformationen einfacher anzeigen. Auf die reaktionsschnelle Web-GUI kann über ein beliebiges Gerät oder Tablet oder direkt über einen Desktop-PC zugegriffen werden. Das neu gestaltete Dashboard stellt einen Großteil der jeweils als wichtig definierten Informationen unmittelbar bereit, so dass den Zustand einer iPDU sowie die energiebezogene Verbrauchshistorie einfach ablesbar wird. Darüber hinaus ist es dank einfach erkennbarer Warn- and Alarmbedingungen möglich, im Bedarfsfall Maßnahmen schnell zu ergreifen und möglichen Ausfällen vorzubeugen.

Hochauflösendes TFT-Farbdisplay - Das Display verändert je nach der von den iPDUs ermittelten Alarmstufe seine Farbe; Außendiensttechniker können so die iPDUs mit überschrittenen Schwellenwerten schnell identifizieren, die korrekten Energiedaten sofort abrufen und entsprechend handeln.

Xerus Firmware - Aktuell basieren alle Raritan-Energiegprodukte auf der neuen Xerus-Plattform, bestehend aus einem Firmware-Stack und einer physischen Leiterplatte, die von Raritan entwickelt wurde. Die offene Firmware-Architektur unterstützt alle Programmiersprachen und Scripting-Methoden für die Entwicklung und Anpassung von Rechenzentrumsanwendungen sowie für die Maximierung der Geräteinteroperabilität. Xerus bietet außerdem die neuesten Sicherheits- und Zugriffsauthentifizierungsmethoden – wie sichere Kennwörter, mehrere Benutzerprofile, LDAP und RADIUS – und offene APIs, um BMS, DCIM und andere Managementsysteme zu unterstützen.

Über die Online-Produktauswahl von Raritan ist ersichtlich, welche intelligenten Rack-PDUs mit dem neuesten iX7-Controller ausgestattet sind. Anwender, die bereits iPDUs von Raritan nutzen, können über die neue Firmware ebenfalls viele der neuen Merkmale und Funktion nutzen.

Digitale Video-Unterstützung und praktische KVM-Funktionen

Die Nachfrage nach einem KVM-Switch mit digitaler Video-Unterstützung steigt. Die digitalen „Master Console“-KVM-Switch (MCD) und der LED-Konsolenschublade mit integriertem KVM-Switch empfiehlt Raritan insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die einen zentralen Zugriff auf mehrere Server benötigen. Die kompakten MCD- und MCD-LED-Produkte lieferten Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Komfort, der in kleinen Rechenzentren oder Server-Räumen benötigten.Unterstützt wird nun eine HD-Video-Auflösung von 1920 x 1080 mittels standardmäßiger Cat5/6/6e-Kabel.

Die Master-Console Digital-Serie erlaubt insbesondere:

  • konsolidierten Zugriff auf und Steuerung mehrerer Server - für einen oder zwei Benutzer mit Verbindungen zu 8, 16, 32 Server (bis zu 1024 Server bei Kaskadierung)
  • intuitive Bedienung – mit OSD-Schnittstellen (On-Screen Display)
  • platzsparendes Design – bis zu 85 Prozent weniger Platzanspruch durch modulares 1-HE-Design
  • Unterstützung für HDMI/DVI/DP/VGA-Videoschnittstellen und Stereo-Audio
Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44751435 / Versorgung)