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Dagegen scheint Citrix Xen Enterprise mit einer unbegrenzten Lizenz ohne CPU-Begrenzung allerdings ohne Support für 2860 Dollar sehr günstig. Sie enthält mit Xenmotion ebenfalls die Technik zum Verschieben von virtuellen Maschinen in Echtzeit. Eine Besonderheit ist dabei das Konzept der Ressource Pools von Xenserver. Dabei handelt es sich um eine verteilte Managementarchitektur, die mehrere Server zu einem Pool verbindet und bei Ausfall VMs auf einem anderen Server des Pools startet. In der neuen Version 5 des Xenservers HA ist ein Basic Failover von Marathon Technologies als Hochverfügbarkeitsmodul integriert. Die Leistung des dynamisches Provisionieren, einem Alleinstellungsmerkmal des Xenservers ist allerdings erst in der Platinumversion enthalten, die 5500 Dollar kostet.
Zusatzkosten
Neben dem reinen Leistungsumfang einer Virtualisierungsplattform müssen weitere Faktoren in die Kostenrechnung mit einbezogen werden. Dazu zählt grundlegend, wie viele VMs eine Virtualisierungslösung auf einem Server konsolidieren kann, denn davon hängt die benötigte Hardware ab. Auch wenn reine Hardwarekosten heute eher vernachlässigbar sind, spielen Energiekosten eine immer wichtigere Rolle und da zählt jeder Server. Vmware gibt an, dass durch die Technik des Transparent Page Sharings bis zu 64 VMs auf einem Server laufen können. Citrix nennt beispielsweise eine Zahl von 50. Auch die unterstützte Infrastruktur und die damit zu beschaffenden Komponenten müssen mit eingerechnet werden. Vor allem die für Technik des Verschiebens von virtuellen Maschinen bestehend Begrenzungen durch ältere Prozessoren und dies sollte mit bedacht werden, wenn auch ältere Server konsolidiert werden.
Kompatibilität und Support von Drittanbietern
Eine noch so ausgefeilte Virtualisierungsplattform nützt nichts, wenn es dafür nicht die Anwendungen gibt, die ein Unternehmen benötigt. Derzeit hat sicherlich Vmware die größte Anzahl an Drittanbietern. Durch ein rigoroses Kompatibilitätsprogramm stellt der Hersteller sicher, dass alle zertifizierten Komponenten mit seiner Virtualisierungsplattform problemlos zusammenarbeiten. Allerdings gewährt er auch nur für zertifizierte Komponenten und Software Support.
Darüber hinaus können Anwender derzeit auf Hunderte von sogenannten Virtual Appliances für die Vmware-Plattform zurückgreifen. Dabei handelt es sich um voll konfigurierte und lauffähige virtualisierte Anwendung. Vor allem das Angebot an Management- und Automatisierungslösungen sollte immer mit im Blick sein, wenn eine Entscheidung für eine Virtualisierungsplattform ansteht. Denn gerade das einfache Bereitstellen von VMs birgt die Gefahr, dass eine solche Umgebung schnell nicht mehr managebar ist. Und ein hoher Konsolidierungsgrad lässt sich nicht ohne die entsprechende Automation erzielen.
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