Zusammenarbeit mit Avacon bei Rechenzentrumsprojekt Interxion strebt nachhaltige Energieversorgung am Datenknoten Frankfurt/Rhein-Main an

Redakteur: Ulrike Ostler

Rechenzentrumsdienstleister Interxion und der Energieversorger Avacon wollen ab Januar 2021 im Frankfurter Osten den Digitalpark Fechenheim entwickeln. Die Avacon Netz GmbH wird auf dem Campus den Netzanschluss realisieren und damit eine Versorgungsleistung von 200 Megawatts zusichern. Diese Größenordnung entspricht in etwa der Abnahmespitze einer 200.000-Einwohner-Stadt.

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Interxion, eine Tochteer von Digital Realty, baut auf dem ehemaligen Neckermann-Gelände im Frankfurter Osten einen Datacenter-Campus.
Interxion, eine Tochteer von Digital Realty, baut auf dem ehemaligen Neckermann-Gelände im Frankfurter Osten einen Datacenter-Campus.
(Bild: Interxion)

Im Digitalpark Fechenheim sollen auf rund 90.000 Quadratmetern Kapazitäten von 180 Megawatt (MW) entstehen. Interxion entwickelt das ehemalige Neckermann-Areal zu einem Campus, der Kunden aus den unterschiedlichen Segmenten, wie Internet Service Provider, Cloud-Anbieter, Enterprise-Kunden und Connectivity-Partnern, eine skalierbare Umgebung für ihre IT-Infrastruktur bieten soll.

Laut Interxion bedeutet diese Investition für den Standort Frankfurt in den kommenden zehn Jahren eine zukunftssichere Nutzung wie auch nachhaltige Positionierung als europäische Internet-Hauptstadt. Der Großraum Frankfurt/Rhein-Main gilt als das Wachstumsgebiet für Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland schlechthin. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf den weltweit größten Internet-Knoten DE-CIX, der sich im Frankfurter Osten befindet.

Da große Rechenzentren in ihrer Rolle als kritische Infrastrukturbetriebe auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen sind, besteht die Herausforderung im Ballungszentrum Frankfurt darin, die bestehenden Engpässe im Bereich der Stromversorgung zu beseitigen. Daher haben Avacon als Hochspannungsnetzbetreiber, gemeinsam mit den Netzbetreibern Mainova und Tennet, ein Ausbaukonzept für den Großraum Frankfurt-Rhein-Main angekündigt und bereits im August Investitionen von 750 Millionen Euro bereits zugesagt.

Die Zusammenarbeit

Avacon und Interxion haben in den vergangenen Monaten nach eigenem Bekunden die gemeinsamen Planungen intensiviert und arbeiten an den entsprechenden Genehmigungen. Das soll einen kurzfristigen Start der Arbeiten gewährleisten, um den vereinbarten Bereitstellungstermin der gesamten Anschlussleistung sicherstellen zu können.

Avacon-CEO Marten Bunnemann sagt: „Leistungsstarke Strom- und Datennetze gespeist mit grüner Energie sind das Rückgrat der Energiewende und einer modernen Gesellschaft. Der dynamische Ausbau der 110-Kilovolt-Infrastruktur ist für Energie-intensive Unternehmer, wie das Beispiel von Interxion beweist, zwingend erforderlich und muss nachhaltig und engpassfrei erfolgen. Wir freuen uns sehr auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Interxion und die gemeinsame Realisierung eines digitalen Vorzeigeprojekts.“

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