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Preiswürdige Modernisierung eines Enterprise-Rechenzentrums Hexal beschafft seiner IT ein neues Zuhause

| Redakteur: Ulrike Ostler

Seit November 2011 ist das neue Rechenzentrum von Hexal in Betrieb – nach umfangreichen Umbauten auf dem Betriebsgelände in Holzkirchen. Dabei stieg die Verfügbarkeit auf Tier III (Uptime Institute) und der PUE-Wert liegt nun dauerhaft zwischen 1,3 und 1,5. DataCenter-Insider war vor Ort.

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Abgetaucht in den Katakomben des Hexal-Rechenzentrums : Strom und Daten fließen hier in geordneten Bahnen.
Abgetaucht in den Katakomben des Hexal-Rechenzentrums : Strom und Daten fließen hier in geordneten Bahnen.
(Bild: Ostler)

„Das alte Rechenzentrum hat den Anforderungen an Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit sowie an effizienten Energie-Einsatz einfach nicht mehr genügt“, sagen die Projektverantwortlichen Thomas Knabl und Sebastian Schmidmeier. Zu klein, ohne Notstromversorgung, mit unsicherer Kühlung und uneinheitlichen Racks – das waren die Kennzeichen des 1998 errichteten Rechenzentrums. „Einmal wurde es „ziemlich brenzlig“, als die Kühlung ausfiel und erste Server sich abmeldeten, erinnern sich die beiden.

In Holzkirchen nutzte Hexal, führender Hersteller patentfreier Arzneimittel in Deutschland und seit 2005 als Teil der Sandoz-Gruppe zweitgrößter Generika-Anbieter weltweit nicht nur die IT, die der Konzern hierzulande benötigt sondern hostet auch Systeme auf welche international zugegriffen wird.

Schon bald war klar, dass der Konzern einen Topf aus dem Bereich „Globale Infrastruktur Services“ für die Erneuerung der IT-Infrastruktur bereitstellen würde. Nachdem zunächst ein externer Gesamtprojektleiter Zeit und Kosten im Rahmen halten sollte, übernahmen schließlich doch Hexal-eigene Mitarbeiter Planung und Realisierung der RZ-Modernisierung.

Der IT-Bedarf gibt die RZ-Infrastruktur vor

So lag das Projekt im Wesentlichen in den Händen der beiden: Elektromeister und Technischer Projektleiter-Electrical Engineering bei Hexal, Thomas Knabl und Fachinformatiker und Data Center Manager Sebastian Schmidmeier. Grundlage für die Planung, auch für die Kostenschätzung, war zunächst das zweite, das räumlich getrennte Backup-Rechenzentrum von Hexal aus dem Jahr 2003. „Tatsächlich zeichnete sich erst mit der Planung ein Bild, was wünschenswert und machbar war“, sagen beide.

Einerseits sollte eine bereits vorhandene Registratur als neues Zuhause für das Rechenzentrum genutzt werden, andererseits musste es komplett mit Doppelboden, Kaltgangeinhausung, Kälte-und Stromversorgung und den sicherheitsrelevanten Einheiten wie Brandfrühsterkennung, -Löschung und Vereinzelungsanlage versehen werden. Gefordert waren eine IT Leistung von 100 Kilowatt auf 200 Quadratmetern.

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Nicht alles, was ursprünglich in der Planung war, ließ sich umsetzen: Im ersten Ausbauschritt sollte eine Leistung von 200 Kilowatt und 20 Racks realisiert werden. Die Erweiterung sollte eine Verdoppelung auf 400 Kilowatt und 40 Racks bringen. Doch für eine der Voraussetzungen, die Virtualisierung, fanden sich nicht genügend Application Owner. Zudem reichte das Budget nicht, etwa um die dafür benötigte Storage Area Network Infrastruktur zu erneuern. So wurde für die bestehende IT-Infrastruktur plus Reserve geplant.

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