Ein Betriebssystem für Öko-Energie-Anlagen Hard- und Software sowie Allianzen und Finanzspritzen für die Ökostromvermarktung

Redakteur: Ulrike Ostler

Das Geschäftsmodell von Ampere.Cloud ist sein Betriebssystem für sämtliche Öko-Energie-Anlagen. Doch das System ist mehr als eine Benutzerschnittstelle. Es umfasst Hard- und Software zur Steuerung, zum Leistungsnachweis und zur Kostenminimierung von sämtlichen Erneuerbaren Energie-Anlagen und erleichtert die Direktvermarktung von Ökostrom.

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Das Angebot aus Hardware, Software und Möglichkeiten zur Kostenoptimierung von Ampere.Cloud soll Erzeugern von Ökostrom die Vermarktung erleichtern.
Das Angebot aus Hardware, Software und Möglichkeiten zur Kostenoptimierung von Ampere.Cloud soll Erzeugern von Ökostrom die Vermarktung erleichtern.
(Bild: Sumanley xulx auf Pixabay)

Die zentrale Plattform deckt nach Angaben des Enertec-Start-Up Ampere.Cloud, das im Mai 2019 in Berlin von Florian Strunck (CEO), Frederic Merz (CTO) und Eric Nitschke (CCO) gegründet wurde, den kompletten Lebenszyklus jeder Anlage ab und hebt bei Neu- und Bestandsanlagen sofort Kosteneffekte. Das Tool, über das sämtliche Prozesse der Ökoanlagen gebündelt werden, funktioniere auch zur Fernwartung von Öko-Energie-Anlagen oder Energiespeichern.

Es hilft Betreibern von Öko-Energie-Anlagen, ein Cloud-basiertes Energie-Management zu betreiben – nach Aussagen der Macher „störungssicher, kosteneffizient und technisch auf neuestem Stand“. Ampere.Cloud ist zertifiziert vom TÜV Hessen (ISO 9001) und vom TÜV Rheinland (VDE 4110 und 4120).

Strunck beschreibt seine Situation so: „Auf der Leiter im Kuhstall haben wir erfahren, wo es klemmt und wie komplex die Probleme der Grünen Energie sind. Ohne unsere Hands-On-Mentalität wären wir 2019 nicht auf das Problem aufmerksam geworden, dass alle Betreiber von Ökostromanlagen derzeit mit mehreren Betriebssystemen parallel arbeiten. Das ist ökonomisch und technisch Wahnsinn, denn es treibt die Kosten und die Störanfälligkeit enorm in die Höhe - bremst ihr Wachstum aus. Das müssen wir ändern, damit die Energiewende gelingen kann."

Auf Wachstum eingestellt

Tatsächlich ergeht es Ampere.Cloud anders als vielen Unternehmen in der Pandemie, denen die damit verbundenen Einschränkungen nicht gut bekommen sind. Das 20-köpfige Team um Gründer und CEO Florian Strunck hat jetzt etwa zwei große Partner: Der erste ist der Konzern QCells und jetzt ist EnBW eine Partnerschaft eingegangen. Sie eröffnet die Zusammenarbeit bei der Direktvermarktung von Ökostrom. Strunck, Geschäftsführer der Ampere.Cloud GmbH äußert: „Jetzt können wir unseren Partnern das Komplettpaket für ihre Anlagen bieten und machen die Betriebsführung so einfach wie nie zuvor.“

Offenbar ist das Konzept auch für Investoren interessant. Das Start-up hat mitten in der Pandemie eine mittlere 6-stellige Summe als Seed-Finanzierung erhalten. Zudem hat es eine Handvoll neuer Kunden gewinnen können, so dass das sein Sales-Team ergänzen und damit seinen Auslandsstandort in Litauen und die Partnerschaften in Südamerika hat stärken können. Auch auf der Management-Ebene hat sich etwas getan. Mit dem Business Angel Club Berlin (BACB), Stefan Müller (Co-Founder Enerparc) und Martin Herrmann (Ex-CEO Innogy), Benjamin Ose und Steffen Kintlein haben die Berliner nun weitere strategische Partner.

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