Chips für Supercomputer

Fujitsu spezifiziert seine A64FX-CPU

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Dietmar Müller

Fujitsu hat auf der Hot Chips 30-Konferenz Spezifikationen zu seiner A64FX-CPU präsentiert.
Fujitsu hat auf der Hot Chips 30-Konferenz Spezifikationen zu seiner A64FX-CPU präsentiert. (Bild: gemeinfrei, geralt/Pixabay / CC0)

Fujitsu hat auf der „Hot Chips 30“-Konferenz Spezifikationen zu seiner „A64FX“-CPU präsentiert, die zunächst im „Post-K“-Superrechner im Forschungszentrum Riken, Japan, eingesetzt werden soll. Sein Vorgänger, der „K Computer“ stand 2011 mit 8,2 TFlops an der Spitze der Top500-Supercomputer-Liste. Mit dem neuen Chip soll die Leistung um das 100fache (!) gesteigert werden.

Nach Angaben von Fujitsu und Riken wird A64FX vor allem Deep-Learning-Anwendungen sowie High Performance Computing (HPC) deutlich beschleunigen. Wie berichtet handelt es sich um die weltweit erste CPU mit einer Scalable Vector Extension (SVE), eine Weiterentwicklung von ARM „Armv8-A“-Architektur mit einer Peak-Performance von über 2,7 TFLOPS, der die Verarbeitungsfähigkeit von Vektorrechnungen auf der ARM-Plattform erheblich erweitern soll. SVE beschleunigt konventionelle Hochleistungsrechner-Codes, insbesondere wissenschaftliche und technische Simulationen.

Der A64FX basiert auf vergleichsweise wenigen 8,7 Milliarden Transistoren und wird in 7-Nanometer-Technik gefertigt. Die CPUs werden durch die proprietäre Tofu-Technik miteinander verbunden.

Jeder A64FX ist aus vier Core Memory Groups (CMG) mit jeweils 13 baugleichen CPU-Kernen zusammengesetzt, wovon einem die Verwaltung obliegt. Die CMGs sind über 8 GByte High Bandwidth Memory HBM2 verbunden, das Daten mit bis zu 256 GByte/s überträgt. Das ergibt 32 GByte HBM2-RAM mit 1 TByte/s pro Prozessor.

Fujitsu geht davon aus, den A64FX bereits im kommenden Jahr auf den Markt zu bringen. 2021 soll er seinen Dienst im Post-K-Supercomputer verrichten.

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