Rechenzentrumsausbau in Europa Frankfurt bleibt Rechenzentrumshub trotz Stromengpässen

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Deutschland bleibt ein zentraler Markt für den europäischen Rechenzentrumsausbau. Frankfurt profitiert zwar vom DE-CIX, aber Stromkapazitäten und Netzanschlusszeiten begrenzen die weitere Expansion.

Frankfurt bleibt Europas Datacenter-Hotspot. Gleichzeitig gewinnt der Ausbau in anderen europäischen Märkten an Dynamik.(Bild:  Paula Breukel)
Frankfurt bleibt Europas Datacenter-Hotspot. Gleichzeitig gewinnt der Ausbau in anderen europäischen Märkten an Dynamik.
(Bild: Paula Breukel)

Frankfurt bleibt einer der führenden Rechenzentrumsstandorte Europas. Das geht aus einer aktuellen Analyse des London Construction Magazine hervor, die 45 europäische Märkte betrachtet.

Für Frankfurt sprechen vor allem die hohe Glasfaserdichte, die Nähe zu Cloud- und Carrier-Netzen sowie der Internetknoten DE-CIX. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeit elektrischer Leistung zunehmend zum Stolperstein für neue Rechenzentrumsprojekte.

Der Rechenzentrumsausbau nimmt neue Formen an: Betreiber und Entwickler bauen zunehmend selbst Umspannwerke, Hoch- und Mittelspannung.

Der limitierende Faktor: Das Stromnetz

Der Zugang zum Stromnetz entwickelt sich zum zentralen Engpass. Laut Analyse verzeichnen Frankfurt und weitere etablierte europäische Rechenzentrumsmärkte lange Netzanschlusszeiten. Auch in Irland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich begrenzen verfügbare Netzkapazitäten die Entwicklung neuer Projekte.

Das verschiebt die Wachstumschancen teilweise in andere Regionen. Frankreich profitiert von seiner CO2-armen Stromerzeugung, während Spanien und Portugal mit erneuerbaren Energien, verfügbaren Flächen und internationaler Konnektivität punkten. Auch Mailand, Warschau sowie die nordischen Länder verzeichnen eine wachsende Rechenzentrumslandschaft.

Baupipeline reicht über das Gebäude hinaus

Die zunehmende Leistungsdichte von KI-Rechenzentren erweitert auch den technischen Umfang der Bauprojekte. Neben Stromverteilung, Transformatoren und unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV) gewinnen Flüssigkeitskühlung und die dafür erforderliche mechanische Infrastruktur an Bedeutung.

Bei großen Greenfield-Projekten kommen zudem Erdarbeiten, Gründungen, Stahl- und Betonbau, Versorgungskorridore sowie teilweise eigene Energieinfrastruktur und Batteriespeicher hinzu. Kritische Komponenten können dabei selbst zum Terminrisiko werden. London Construction Magazine nennt für bestimmte Hochspannungstransformatoren und Schaltanlagen Lieferzeiten von mehr als zwei Jahren.

(ID:50949596)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung