Lenovo-Produktion kommt in die EU

Flex, Ungarn, fertigt für Lenovo

| Redakteur: Ulrike Ostler

Von dort, wo die Sonne aufgeht, ins Abendland: Der chinesische Hersteller Lenovo lässt Unternehmens- und Rechenzentrums-IT nun auch in Ungarn bauen.
Von dort, wo die Sonne aufgeht, ins Abendland: Der chinesische Hersteller Lenovo lässt Unternehmens- und Rechenzentrums-IT nun auch in Ungarn bauen. (Bild: © sdecoret - Fotolia)

Lenovo verlegt Fertigung von Enterprise-Produkten für europäische Unternehmen und Rechenzentren nach Ungarn. Der langjährige Produktionspartner Flex startet noch im Sommer mit der Produktion am Standort Sarvar.

Zu den Lenovo-Produkten für Kunden aus dem Bereichen Europa, Naher Osten und Afrika gehören sowohl x86-Server als auch das komplette Angebot an Speicher- und Netzwerkprodukten für Rechenzentren. Sobald der Produktionspartner Flextronics International Kft Hungary (kurz: Flex) mit der Herstellung von x86-Server-Produkten in Ungarn beginnt, sollen die Kunden und Partner in der EMEA-Region von kürzeren Lieferzeiten und mehr Flexibilität profitieren können.

Wilfredo Sotolongo, EMEA Vice President und General Manager Datacenter Group bei Lenovo, begründet diese Maßnahme: „Die Verlagerung der Produktion nach Europa ist ein strategischer Schritt für uns, mit dem greifbare Vorteile für unsere Kunden geschaffen werden“, sagt er. „Unsere Kunden haben sehr positiv auf unsere Entscheidung reagiert, künftig in Ungarn zu produzieren. Wir sind der Meinung, dass dies unsere Möglichkeiten im Unternehmensmarkt verbessert, da wir in der Lage sein werden, ein noch höheres Maß an Service für unsere EMEA-Kunden zu bieten.“

Ein eigener Lenovo-Produktionsstandort von Flex in Ungarn wird die komplette x86-Reihe produzieren, inklusive System-Montage, der ganzen Bandbreite an Speicher- und Netzwerk-Optionen sowie voll integrierte Racks in speziell konfigurierten Auftragssystemen.

Strategische Partnerschaft

Mit dem Umzug der Produktion der Enterprise-Produkte nach Europa verfolgt Lenovo auch das Ziel, den Service für seine Kunden- und Partner-Community im Raum EMEA zu erleichtern und zu verbessern. Gleichzeitig wird damit das eigene Engagement, Marktführer im Enterprise-Bereich zu sein, weiterverfolgt. Die Produktion startet im Sommer 2016 und wird die bereits bei Flex angesiedelte Produktion der Think-Server-Linie sowie einiger anderer Geräte noch erweitern.

Flex ist bereits seit sechs Jahren strategischer Partner von Lenovo und in die Produktion von verschiedenen Geräten eingebunden. Dazu gehören PCs, Smartphones, Think Server und beispielsweise Tablet-Reparaturen. Am Standort Sarvar in Ungarn wurde dieses Jahr bereits der fünfmillionste PC für Lenovo innerhalb EMEA produziert und verschickt.

Ergänzendes zum Thema
 
Über Lenovo und Flex

Die Zusammenarbeit mit Flex ist ein zentraler Punkt in der Strategie von Lenovo, um für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen eigener Produktion und gemeinsamer Produktion mit Vertragspartnern zu sorgen, um so auch Innovationen mit einfließen lassen zu können, die nicht direkt aus dem eigenen Unternehmen stammen. So lässt sich eine stetige Verbesserung im Bereich der Produktion vorantreiben.

Aus der Unternehmenspräsentation von Flex
Aus der Unternehmenspräsentation von Flex (Bild: Flex)

Das bestätigt auch Janos Lang, Vice President of Operations bei Flex in Ungarn: „Wir sind stolz auf die strategische Partnerschaft mit Lenovo, die wir über Jahre hinweg aufgebaut haben und durch die wir bereits eine breite Palette an Produkten gemeinsam produzieren. Wir freuen uns darüber, diese Partnerschaft zu erweitern und die Produktion der Enterprise-Produkte von Lenovo in Ungarn für EMEA-Kunden zu übernehmen.“

Die Vorteile für Lenovo und die Kundschaft

Wenngleich bestehende Produktion von x86-Servern für EMEA-Kunden auch weiterhin parallel in China fortgeführt wird, soll die Verlagerung der Produktion nach Europa doch verschiedene Vorteile mit sich bringen.

Die Produktion rückt damit zweifelsohne näher an die Stammkunden und die Partnerbasis heran. So ergeben sich für Lenovo mehrere Vorteile: Die Lieferzeiten zu den Kunden werden um bis zu fünf Tage (je nach Land) verkürzt und es kommt zu geringeren Betriebskosten, die an Kunden und Partner weitergegeben werden – etwa durch reduzierte Frachtkosten.

Immerhin ist es für Lenovo das erklärte Ziel, die Unternehmens- und Rechenzentrums-Branche anzuführen und die Fertigung innerhalb Europas unterstützt auch dabei, Markteinführungszeiten zu verbessern. Somit ist das Unternehmen künftig noch besser am Markt aufgestellt.

Der Umzug verstärkt zudem Lenovos auf drei Säulen basierende Strategie für Enterprise Computing:

  • Bester Gesamtwert – ausgeglichene Preisführung mit der neuesten Innovation
  • Offen und flexibel – weitreichende Partnerschaften mit Fokus auf einfache Integration
  • Einfache geschäftliche Kooperationen – angepasste, schnelle und direkte Kundenberatung
Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44046275 / Server)