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Abwärme soll 11.000 Haushalte heizen Facebook erweitert sein dänisches Rechenzentrum

| Redakteur: Ulrike Ostler

Im dänischen Odense steht ein Facebook-Rechenzentrum. Jetzt will der Betreiber dieses um weitere 30.000 Quadratmeter erweitern. Nach Inbetriebnahme soll das gesamte Datacenter eine Investition von mehr als 10 Milliarden Dänische Kronen, rund 1,343 Milliarden Euro, darstellen.

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Facebook fügt dem ersten DataCenter-Bau in Odense einen zweiten hinzu.
Facebook fügt dem ersten DataCenter-Bau in Odense einen zweiten hinzu.
(Bild: Facebook)

Die Bauarbeiten soll bereits beginnen und zum Höhepunkt der Bautätigkeit voraussichtlich rund 900 Arbeitsplätze schaffen- zusätzlich zu den derzeit permanenten 175 Arbeitsplätzen, die zum Betrieb des Rechenzentrums notwendig sind.

Zu diesem Plan gehört auch die Partnerschaft mit dem Fernwärmenetzbetreiber Fjernvarme Fyn, der in diesem Jahr damit begonnen hat, Fünenhäuser mit Wärme aus dem Rechenzentrum zu versorgen. So sollen im Rahmen der Erweiterung auch die Infrastruktur und die Kapazität für die Nutzung überschüssiger Wärme ausgebaut werden, so dass künftig insgesamt 165.000 Megawattstunden Energie pro Jahr recycelt werden können.

Das ist laut Betreiber genug, um 11.000 Haushalte zu heizen. In der ersten Phase, die abgeschlossen ist und bereits Online-Dienste bereitstellt, sollten es nach Schätzungen bis zu 6.900 Haushalte sein.

Im April dieses Jahres hat das Rechenzentrum in Odense bereits die LEED-Gold-Zertifizierung für seine Energie-Effizienz erhalten. Doch nicht nur das Recycling der Datacenter-Abwärme stand in Odense von Beginn an auf dem Plan: Während des Baus hat Facebook 99,8 Prozent aller Abfälle aus dem Bau recycelt.

Ab 2020 will Facebook weltweit zu 100 Prozent CO2-neutral sein, etwa unterstützt durch das Verwenden erneuerbarer Energien. Darüber hinaus strebt der Konzern an, ähnlich wie übrigens auch Microsoft, bis 2030 über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg CO2-neutral zu sein.

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