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Projekt von Keppel Data Centres Holding und Mitsubishi Heavy Industries Asia Pacific Ein Wasserstoff-Kraftwerkskonzept für Rechenzentren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Keppel Data Centres Holding und Mitsubishi Heavy Industries Asia Pacific (MHI-AP) haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, um gemeinsam die Möglichkeit zu untersuchen, Energie aus einem Wasserstoffkraftwerk für Rechenzentren in Singapur zu nutzen.

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Das so genannte schwimmende Rechenzentrumspark von Keppel Data Centres in Singapur soll eventuell mit Energie aus einer Flüssiggas-Anlage versorgt werden. Es käme aber auch als Abnehmer des Wasserstoffkraftwerks in Frage.
Das so genannte schwimmende Rechenzentrumspark von Keppel Data Centres in Singapur soll eventuell mit Energie aus einer Flüssiggas-Anlage versorgt werden. Es käme aber auch als Abnehmer des Wasserstoffkraftwerks in Frage.
(Bild: Keppel Data Centers)

Wasserstoff als Energiequelle kann umweltfreundlicher sein, da die Verbrennung von Wasserstoff Energie freisetzt, ohne Treibhausgasemissionen zu erzeugen. Wenn der Wasserstoff jedoch nicht mit erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird, entsteht in der Regel Kohlendioxid, in unterschiedlichen Mengen.

Ziel des MoU ist es, zu untersuchen, wie ein wasserstoffbetriebenes Tri-Generationenkraftwerk ein Rechenzentrum auf umweltfreundliche Weise unterstützen kann. Das Rechenzentrum kann auf die von der Anlage erzeugte Elektrizität zugreifen und das von Absorptionskältemaschinen erzeugte gekühlte Wasser zur Kühlung der Systeme und Einrichtungen des Rechenzentrums nutzen.

Als Teil der Absichtserklärung werden die Keppel Data Centres und MHI-AP auch die Erzeugung von Wasserstoffbrennstoff für die Dreier-Generationen-Anlage durch den so genannten Dampf-Methan-Reforming-Prozess (SMR) untersuchen. Geplant ist die Einbeziehung von Kapazitäten zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, um den Prozess CO2-neutral zu halten.

Wong Wai Meng, CEO von Keppel Data Centres, begründet: „Als führender Designer, Entwickler und Betreiber von Rechenzentren im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa hat sich Keppel Data Centres verpflichtet, nachhaltige Lösungen für die Industrie voranzutreiben. Die Erforschung der Wasserstoff-Infrastruktur ist Teil unserer Strategie, auf eine Dekarbonisierung hinzuarbeiten.“ Keppel Data Centres werde dabei auf die langjährige Erfahrung von Mitsubishi im Bereich Wasserstoff zurückgreifen.

Ein mögliches Rechenzentrumsprojekt, das von diesem wasserstoffbetriebenen Drei-Generationen-Anlagenkonzept profitieren könnte, wäre das Projekt des schwimmenden Rechenzentrumsparks. Es wurde von Keppel Data Centres unter der Maßgabe initiiert, dass es entweder Flüssiggas- oder Wasserstoff-Infrastrukturen für seine Strom- und Kühlanlagen nutzen soll (siehe: Das Project Nautilus, die Keppel Data Centers-Hyperscale-Pläne und Limericks, Irland und Singapur bekommen schwimmende Rechenzentren).

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