Hyperscale-Pläne in Europa

Echeleon baut in Irland für IT-Lasten von 184 Megawatt

| Autor: Ulrike Ostler

Baugenehmigung erteilt: Das Hypersclae-Rechenzentrum von Echelon Data Centres in Arklow darf gebaut werden.
Baugenehmigung erteilt: Das Hypersclae-Rechenzentrum von Echelon Data Centres in Arklow darf gebaut werden. (Bild: Echelon Data Centres)

An der Ostküste Irlands, in Arklow, Grafschaft Wicklow, entsteht ein neues Hyperscale-Rechenzentrum, Avoca, von Echelon Data Centres. Die erst 2017 gegründete Tochtergesellschaft von Aldgate Developments, einem Bauunternehmen für gewerbliche Immobilien, hat die Baugenehmigung für ihr 100 Megawatt-Projekt erhalten.

Es ist das zweite Megarechenzentrum, das Echelon Data Centres in Irland in Angriff nimmt. Derzeit entsteht ein 84 Megawatt-Campus in Clondalkin, rund 20 Kilometer von Dublin entfernt. Geplant ist, dass der erste Bauabschnitt für rund 40 Megawatt im dritten Quartal 2020 zur Verfügung stehen wird.

Ursprünglich war das Vorhaben in Arklow bereits im Februar dieses Jahres durch den Wicklow Co Council genehmigt worden, doch es wurde Einspruch eingelegt. Federführend war hier unter anderem Brian McDonagh, CEO von Ecologic Data Centres Limited, der auch gegen den von Apple geplanten 850 Millionen Euro Rechenzentrumscampus in Athenry, County Galway, Irland, Einspruch einlegte. Die Vorwürfe: Echeleon data Centres täten zu wenig, um die Treibhausgasemissionen zu mindern. Am Donnerstag der vergangenen Woche wurde das Ansinnen aber abgewiesen und das Projekt kann beginnen.

Noch weitgehend Paperware und dennoch: Die Datacenter-Pläne sind beeindruckend.
Noch weitgehend Paperware und dennoch: Die Datacenter-Pläne sind beeindruckend. (Bild: Echeleon Data Centres)

Die erste Phase des etwa 44.965 Quadratmeter großen Campus wird voraussichtlich rund 500 Millionen Euro kosten und im dritten Quartal 2021 mit 100 Megawatt Kapazität in Betrieb gehen. Insgesamt hat sich Echelon Data Centres 1 Milliarde Euro zur Finanzierung dieser beiden Anlagen gesichert, ohne die Finanzquelle bekannt zu geben.

Derzeit ist also im Großraum Dublin eine Gesamtkapazität von 184 Megawatt in Planung und Bau: Das entspricht nach Berechnungen des Unternehmens 34 Prozent aller derzeit in Irland verfügbaren operativen Kapazitäten und 15 Prozent aller Kapazitäten in der Planung oder Entwicklung. Doch Clondalkin und Avoca seien nur der Anfang. Das Unternehmen arbeitet an weiteren Standortakquisitionen in Nordirland und England, da es auf eine Triple-5-Strategie hinarbeite: Bis 2025 sollen 500 Megawatt Kapazität in fünf Ländern aufgebaut werden.

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