Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf

Durchgängiges Backup vom Datacenter bis in die Cloud vermeiden Datenverluste

| Autor / Redakteur: Dirk Barfuß* / Dr. Jürgen Ehneß

Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf.
Im Fokus: Backup – Datensicherung für jeden Bedarf. (Bild: © vectorfusionart - stock.adobe.com)

Die Monetarisierung der Daten hat für Unternehmen heute einen hohen Stellenwert. Um eine hohe Verfügbarkeit der Daten sicherzustellen, benötigen sie eine integrierte Backup-und-Recovery-Strategie, die lokale Applikationen, Datenbanken, virtuelle Landschaften und Multiclouds umfasst.

Durch die zunehmende Verlagerung vorhandener Applikationen und Dienste in die Cloud und die Nutzung von Cloud-Services kam es in den vergangenen Jahren zu einem massiven Datenwachstum außerhalb des angestammten IT-Einflussbereichs. Dieses explosionsartige Datenwachstum stellt Unternehmen bei Backup und Recovery vor erhebliche Probleme: Dem aktuellen „Global Data Protection Index von Dell Technologies zufolge“ verzeichneten rund 80 Prozent der Befragten in Deutschland innerhalb des vergangenen Jahres einen IT-Ausfall.

Besonders alarmierend ist der damit einhergehende unwiederbringliche Datenverlust: 32 Prozent der Unternehmen waren infolgedessen nicht mehr in der Lage, ihre Daten mit den vorhandenen Backup-Möglichkeiten wiederherzustellen.

Die Datensicherung erfolgt heute zu 90 Prozent in physischen und virtuellen Umgebungen, der Rest in IaaS- und PaaS-Umgebungen. In den kommenden zwei bis drei Jahren wird sich das Verhältnis umkehren: Dann erfolgen nur noch 30 Prozent in physischen und virtuellen Umgebungen und 70 Prozent in IaaS- und PaaS-Umgebungen.
Die Datensicherung erfolgt heute zu 90 Prozent in physischen und virtuellen Umgebungen, der Rest in IaaS- und PaaS-Umgebungen. In den kommenden zwei bis drei Jahren wird sich das Verhältnis umkehren: Dann erfolgen nur noch 30 Prozent in physischen und virtuellen Umgebungen und 70 Prozent in IaaS- und PaaS-Umgebungen. (Bild: Dell EMC)

Diese Zahlen sind auch deshalb so gravierend, weil die große Mehrzahl der Unternehmen den Wert ihrer Daten erkannt hat: Sie sind eine ihrer wichtigsten Ressourcen. Jedes vierte befragte Unternehmen in Deutschland will das vorhandene Datenkapital möglichst effizient monetarisieren.

Die klassischen Datensicherungsstrategien reichen dafür aber nicht mehr aus, denn damit können Unternehmen keine optimale Verfügbarkeit ihrer geschäftskritischen Applikationen und Daten mehr erreichen – und auch keine anspruchsvollen Service-Level-Ziele bei der vollständigen Wiederherstellung von Systemen und Daten.

Strategien zur Datensicherung müssen auf den Prüfstand

Zahlreiche Unternehmen haben ihre Strategien für die Datensicherung und -wiederherstellung schon seit Längerem nicht evaluiert. In einem ersten Schritt ist es daher wichtig, dass diese Unternehmen genau ermitteln, wo ihre Daten entstehen, verarbeitet und gespeichert werden – und vor allem wann, wie häufig und wohin sie gesichert werden.

Für eine schnelle und zuverlässige Datensicherung und -wiederherstellung kommen Unternehmen bei den wachsenden Datenmengen aus immer neuen Datenquellen an einer integrierten Lösung nicht mehr vorbei. Die Lösung sollte über Funktionen für Datendeduplikation und -kompression, eine schnellen Replikation sowie die Verschlüsselung von übertragenen und gespeicherten Daten verfügen.

Um zukunftssicher zu sein, sollten Unternehmen auf ein integriertes Daten-Management setzen, das alle IT-Umgebungen berücksichtigt: von physischen und virtuellen Servern bis hin zu Multi-Cloud-Umgebungen. Der Vorteil eines integrierten Systems: Unternehmen können damit die Anzahl der eingesetzten Backup- und Disaster-Recovery-Tools reduzieren und vermeiden damit Schnittstellen-, Verwaltungs- und Steuerprobleme.

Produkte für die Datensicherung und -wiederherstellung müssen sich nahtlos in die IT-Infrastruktur der Unternehmen integrieren, angefangen von den geschäftskritischen Applikationen bis hin zu virtualisierten, konvergenten und hyperkonvergenten Umgebungen. Wichtig ist, dass sich der Datensicherungs-Stack möglichst nahe an den Anwendungen befindet und möglichst tief in die Prozesse und automatisiert in den IT-Betrieb eingebunden ist. Damit können Unternehmen den Netzwerkverkehr entlasten, Kosten reduzieren sowie Backup- und Recovery-Zeiten verringern.

Journaling statt Snapshots und Backups

Zerto-Ansatz für „IT-Resilienz“

Journaling statt Snapshots und Backups

28.08.18 - Der Begriff IT-Resilienz wurde von den Marktforschern von Gartner geprägt. Dahinter steht keine einzelne Lösung, sondern eher ein Konzept in der IT, das mit Tools verwirklicht werden kann. Grob gesagt geht es um die Widerstandsfähigkeit und Flexibilität des IT-Systems. lesen

Eine integrierte Appliance kann als Komplettlösung direkt im Rechenzentrum eines Unternehmens implementiert sein. Sie wird aber immer häufiger in die Cloud wandern. Damit muss sich die IT-Abteilung nicht mehr um das Konfigurations- und Patch-Management kümmern, der Betrieb wird einfacher, und die Mitarbeiter können sich stärker auf die Optimierung der Prozesse konzentrieren.

Darüber hinaus stellt der Einsatz verschiedener Private- und Public-Clouds Unternehmen vor neue Herausforderungen: Datenschutz und -sicherheit über Workloads hinweg sowie die Einhaltung von DSGVO- und anderer Compliance-Anforderungen müssen gewährleistet werden. Cloud-Storage und Backup in der Cloud ermöglichen eine einfache Speicherung und Sicherung strukturierter und unstrukturierter Daten, aber auch von Daten, die in physischen, virtuellen, konvergenten und hyperkonvergenten On-Premises-Umgebungen erzeugt wurden. Hohe Skalierbarkeit und standortunabhängige Zugriffe sind für solche Anwendungsszenarien unerlässlich.

In zukunftsorientierten Backup-und-Disaster-Recovery-Architekturen muss kein Platz für die Bandsicherung mehr reserviert werden. Das sehen auch immer mehr Unternehmen so. Mit einer Datensicherung auf Festplatten, SSDs oder Cloud-Storage erzielen Unternehmen eine hohe Flexibilität und Kostenvorteile.

Dirk Barfuß, Director Enterprise Sales Data Protection Solutions bei Dell EMC.
Dirk Barfuß, Director Enterprise Sales Data Protection Solutions bei Dell EMC. (Bild: Dell EMC)

Zukunftssichere Transformation in eine Cloud-dominierte Welt

Auch wenn die Cloud-Nutzung sowie IaaS-, PaaS- und weitere As-a-Service-Modelle in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben, befindet sich noch immer ein beachtlicher Teil der Applikationen und Daten in den unternehmenseigenen Rechenzentren, der Rest ist bereits in der Cloud.

In den nächsten zwei bis drei Jahren wird sich das Verhältnis eindeutig hin zu einer Cloud-dominierten Welt umkehren. Möglich wird dies mit optimal integrierten Lösungen für das Datenmanagement, die mit einem hohen Grad an Automatisierung ein problemloses Backup-und-Recovery neuer Workloads aus der und in die Cloud sicherstellen.

*Der Autor: Dirk Barfuß ist Director Enterprise Sales Data Protection Solutions bei Dell EMC.

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